Sie sind hier: Startseite / Erfahrungsbereiche / Prostatakrebs / Personen / Kay Hahn / Kay Hahn schildert seinen ersten Kontakt und warum ihm das offene Gespräch über Gefühle in der Selbsthilfegruppe fehlte.

Kay Hahn schildert seinen ersten Kontakt und warum ihm das offene Gespräch über Gefühle in der Selbsthilfegruppe fehlte.

Ich wüsste jetzt nicht mehr genau, wann mein
erster Selbsthilfegruppen-Termin war. Doch ich glaube, der war auch
noch im [Monat]. Ich glaube, das war nach dem ersten Chirurgen- war dann
der erste Selbsthilfegruppen-Termin. Und da kam ich hin und die Runde
von älteren Herren, die da saß, die guckten mich so an und
meinten, ich sei doch hier falsch. Weil ich ja wirklich deutlich im
Alter da fehl am Platz war und da habe ich gesagt: "Nein, das ist
schon so, ich gehöre tatsächlich dazu." (...) 
<br />Was mir da bis heute auch fehlt, ist - es ist eben auch
eine klassische Männeransammlung - da wird jetzt auch nicht so
viel über Gefühle gesprochen. Da wird auch mehr: "Hier,
was kann man machen und zack, zack, Ernährung." Also da
breitet jetzt niemand tiefergehend seine Ängste aus und über
Sexualität wird da auch nicht gesprochen, außer so:
"Hahaha, hehehe." Also es ist jetzt für mich nicht der
Rahmen, in dem es wirklich tiefgründig darum geht. Den muss man
sich anders schaffen, dafür ist der Rahmen da auch zu groß.
Aber es ist eben auch, ja Männer ab 60, überwiegend
aufwärts, es ist noch einmal anders, als jüngere Männer
das inzwischen gelernt haben, sich miteinander zu unterhalten. Und
trotzdem einfach sehr hilfreich, es bleibt dabei, sehr hilfreich.
<br
/>

Artikelaktionen