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Claudia Gross erzählt, dass sie anfangs in der Reha an ihre Grenzen stieß, bald aber Erfolge erlebte.

Aber es ist schon so, dass ich bei der Reha an meine Grenzen gestoßen bin. Also die erste Woche, die war wirklich schlimm. Da habe ich zu Hause angerufen und geheult und gesagt: „Ich vermisse euch.“  Ich hatte Gott sei Dank kein Auto vor der Tür, sonst hätte ich es wahrscheinlich abgebrochen. Obwohl man ja eigentlich dahin geht, um eben wieder auf einen normalen Weg zu kommen. Aber die erste Woche, die war...
Ich meine, kurz vorher hatte ich noch die Vorbereitung für die Einschulung von meinem Sohn. Und dann die Reha-Vorbereitung. Dieser Papierkram mit der Haushaltshilfe, weil mein Mann konnte ja nur noch halbtags arbeiten während der Reha. Und dann musste er bei der Rentenversicherung oder musste ich bei der Rentenversicherung einen Antrag stellen. Aber als ich dann da ankam und der erste Tag so stressig war und nächsten Tag die ersten Anwendungen da waren, da dachte ich: Das hältst du hier nicht aus. Aber doch, ab der zweiten, da habe ich gemerkt: Du kannst noch.
Also selbst nach drei Anwendungen mit Sport hatte ich das Gefühl, ich habe noch Energie. Und das war für mich ein Riesenschritt nach vorn, weil vor allem ist es die Psyche dann, wenn man so jung ist und die Diagnose kriegt: Nicht heilbar. Und man sieht immer nur, wie der Körper weiterhin zerfällt. Und jetzt fühle ich mich auch wieder in der Lage, mit unserem Hund Gassi zu gehen alleine. Das war vorher auch nicht drin. Also da brauchte ich für einen kleinen Weg über eine Stunde. Und, ja, ich bin selbstsicherer geworden. Das, glaube ich, merkt auch mein Mann. Nicht mehr so launisch. Also ausgeglichener.

Rheumatologische Reha bei einer Autoimmunerkrankung

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