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Bernd Watke fand, dass die Therapeuten sich zu wenig an seine individuellen Beschwerden herantasteten.

Wie hast du den Kontakt zu den Therapeuten und den anderen Beschäftigten dort erlebt?
Nett, aufgeschlossen, aber auch halt sehr ergebnisorientiert. Also das hat, klar, 20 Minuten-Abstand, wo man nachher rein und rausgekommen ist bei den Massagen oder wenn man Übungen gekriegt hat. Das ist ja klar, da kann man nachher, da muss man erst fragen, wie es geht, dann Massage machen, Übungen zeigen. Da ist nicht viel Platz. Und dass, vielleicht weniger und dann längere Zeit wäre vielleicht schlauer gewesen. Ach, ich weiß es... Nein, ich bin mir jetzt auch nicht sicher. Aber es war schon so, dass das, ich meine, das ist ja der Job, klar. Ich habe ja den Vergleich, wenn ich jetzt zur Krankengymnastik gehe, ich gehe jetzt immer noch zur Krankengymnastik, dass da wesentlich mehr sich hineingedacht wird einfach, in den Patienten. Also da wird echt überlegt: Ok, woran könnte es jetzt liegen, dass ich jetzt da immer noch Verspannungen habe. Sind es die Rückenmuskulaturen, unterstützen die genug? Oder ist es mehr der Beckenboden? Machen wir mal da Übungen, Entspannungsübungen. Hat das Auswirkungen? Da wird sich so herangetastet an die ganze Sache. Und das war jetzt da nicht der Fall.
Gibt es bestimmte Situationen, die dir da einfallen oder noch vor Augen sind?
Bei der Reha selber war eigentlich immer das Schema: Man kommt rein, wird gefragt, also wie es geht, klar. Und dann sagt man: „Ja, Fortschritte gemacht.“  Was weiß ich, „Taubheitsgefühl ist schon besser geworden. Ich habe schon das Gefühl die Belastung, ich kann schon mehr belasten. Verspannung halt immer noch da.“ So war das meistens, das Gespräch. Und dann: „Ja, ok. Dann zeigen wir jetzt die Übungen erstmal oder machen wir halt noch eine Massage.“ Das ist da dann natürlich noch alles notiert worden, was man gesagt hat. Und dann war es das eigentlich. Das war so der typische Ablauf, so wie ich ihn in Erinnerung habe zumindest.

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