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Andreas Gmähle fand es in der Wartezeit schwierig, nicht mehr eigenverantwortlich tätig zu sein.

Es hat ja dann nach der Bewilligung noch zwölf Wochen gedauert. Wie ging es Ihnen in der Zeit?
Eigentlich schlecht. Also von dem her schlecht, zum einen Mal, weil ich eben immer warten musste. Ich wusste nicht, wie lange ich warte. Also da in dem Antrag, in der Bewilligung stand: Wartezeit zwölf bis vierzehn Wochen oder länger. Jetzt ist dann eben die Frage: Wie lang wartest du? Also, ja, ich war dann froh, dass es nur zwölf Wochen waren. Aber das wusste ich am Anfang von der Woche zwölf noch nicht. Und es war auch dann eben daheim schwierig. Weil ich ja daheim dann auch nur Beiwerk war. Also ich habe natürlich auch viel meiner Frau abgenommen. Arbeiten abgenommen. Aber eben nur auf Zuruf. Und in dem Betrieb, wo ich arbeite, bin ich eigentlich der, der die Zurufe gibt. Und das war, ja, war schwierig. Weil ich eben kein, ich war nicht mehr eigenverantwortlich tätig. Ich habe nur noch, ja, gefragt so: „Was kann ich eigentlich jetzt noch machen?“, oder „Was soll ich denn jetzt tun?“ und ja. Von dem her war das sehr, sehr schwer. Auch in der Beziehung dann eben sehr schwer.
Und die gesundheitliche Situation? Sie waren ja mit der Depression krankgeschrieben. Wie ging es Ihnen da?
Ah, das hat das, ja, verzweifelt. Das war so eine Verzweiflung: Was machst du denn jetzt? Kannst du so überhaupt noch weiterarbeiten? Hilft die Reha überhaupt? Hilft mir überhaupt irgendjemand? Also mit der Depression selber hat mir keiner weitergeholfen. Also ich saß daheim und, ja, saß dann da halt.

Psychosomatische Reha bei Depression

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