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Martina Fuhrmann verabredete sich viel an den Wochenenden. Das gab ihr Struktur.

Für mich war auch das Wochenende immer schwierig. Also ich war- obwohl ich ja politisch aktiv war, war das so, dass ich da sonntags nicht so arg viel mit denen gemacht habe, außer, wenn es Sitzungen gab oder irgend sowas.
Und dann bin ich doch immer noch manchmal nach Hause gefahren am Wochenende. Und das war eigentlich Gift für mich. Und das war das Erste, das ich mir gesagt habe: „Du fährt jetzt nur noch alle sechs Wochen Heim. Und die anderen fünf Wochen versuchst du dir am Wochenende was zu organisieren.“ Und diese Gruppe hat mit einer- mit der EA, gibt es ja auch, Emotions Anonymous. Die haben sonntags immer Wanderungen gemacht. Und dann bin ich da sonntags immer mitgewandert. Ich wusste, ich muss nur am Sonntag um zehn in [Stadt] in der Straße XY sein und da fährt man los. Und samstags, da habe ich dann immer versucht, mit jemandem was auszumachen. Das war dann schon eine Überwindung, anzurufen und zu fragen: „Möchtest du mit mir spazieren gehen oder so? Oder ins Kino oder Theater?“ Aber das war echt eine gute Übung und- also diese Sonntage, das war für mich ganz wichtig. Also erstens Mal war es herzlich, da war Wärme. Also auch Körperkontakt, man hat sich da ja auch in den Arm genommen. Oder machen wir ja heute noch. Und es war ja auch eine gewisse soziale Kontrolle da. Also jeder hat dann sein Mittagessen dabeigehabt. Und am späteren Nachmittag sind wir immer zusammen eingekehrt. Und dann gab es sonntagabends sogar auch noch ein Meeting, wenn man dann heimkam. Also der ganze- das ganze Wochenende war dann strukturiert.

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