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Als die Essstörung voranschritt, konnte Lena Huber ihre Bachelorarbeit nicht mehr weiterschreiben.

Wie würden Sie sagen, war Ihr eigenes Leben damals eingeschränkt?
Extrem. Also ich hatte das Glück, sage ich mal, dass die Essstörung erstmal schleichend vorangeschritten ist während meines Studiums und ich dann erst zum Ende hin extrem eingeschränkt worden bin. Erst habe ich das gemerkt, indem ich einfach nicht mich mit Freunden treffen wollte. Meine sozialen Kontakte sind extrem zurückgegangen. Ich war eigentlich nur noch Zuhause. Ich bin auch nicht mehr in die Uni gegangen. Konnte ich deswegen machen, weil ich keine Vorlesungen mehr hatte. Ich war dann schon am Schreiben meiner Bachelorarbeit. Und dann war es extrem, als ich die nicht mehr weiterschreiben konnte. Ich musste tatsächlich dann das unterbrechen. Ich hatte zweidrittel meiner Bachelorarbeit fertig geschrieben und musste dann in die Klinik gehen, weil ich einfach von der Konzentration her das nicht mehr gepackt habe. Also ich konnte mich keine zwei Minuten hinsetzen, auch mit dem Sport- und Bewegungsdrang. Musste ständig in Bewegung sein, konnte mich nicht mehr hinsetzen, konnte mich nicht konzentrieren. Genau, also das waren so die extremen Sachen, so die Einschränkungen, die ich so am Anfang erlebt habe.

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