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Ute Schuhmachers Sohn wollte den Studienplatz absagen, aber sie riet ihm, anzunehmen, es sei sein Leben.

Als dann die Brust ganz ab war, habe ich gesagt: Also jetzt ist die Brust ganz ab, jetzt ist auch der Krebs weggeschnitten. Und Kinder sind da eigentlich- die gehen da schnell drüber weg, die Angst verarbeiten die eigentlich schneller. Wo ich dann wieder daheim war, war ich für die Kinder eigentlich auch wieder gesund. Ich habe auch nie vor den Kindern gejammert.<br />Ich habe dann immer meine Gesprächspartner halt in der Gruppe gesucht, oder mit Freunden oder mit dem Arzt darüber gesprochen, aber nie jetzt irgendwie die Kinder: "Jetzt nehmt doch mal Rücksicht auf die Mama." Ich habe gesagt, dass sie mir das und das helfen sollen, weil ich durfte nicht heben oder so etwas, das hat gut funktioniert. Und unser Sohn war damals soweit, der war nach dem Zivildienst und er hatte einen Studienplatz in [Großstadt]. Und dann kam er ins Krankenhaus und hat gesagt, er hat eine Zusage in [Großstadt], ob er das jetzt absagen soll. Und da habe ich gesagt: "Nein, Du sagst das nicht ab, Du sagst da zu. Das ist völlig in Ordnung." Weil er jetzt dann halt so weit weg geht. Und dann habe ich gesagt, das ist sein Leben und er soll den Studienplatz annehmen und er kommt ja dann in den Semesterferien sowieso nach Hause. Und dann ist relativ schnell auch wieder dann die Normalität eingetreten in der Familie.<br />

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