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Obwohl bei ihrer Freundin die Erkrankung ganz anders verläuft, geht Greta Tietze-Stein den Weg mit ihr.

Die Freundin haben Sie während der Therapie kennengelernt?

Ja, die wohnt bei mir nur einen Ort weiter. Nein, also ich war eigentlich mit ihrer Schwägerin befreundet. Wir kannten uns eigentlich auch nur so vom Sehen aus dem Kindergarten. Und dann habe ich mit ihrer Schwägerin telefoniert und ich hatte gerade diese Diagnose, dass ich Brustkrebs habe, da habe ihr das gesagt: "Ich bin so unglücklich." Und dann sagte sie: "Ja, bei uns ist das auch so." Und dann hat sie gesagt: "Moment mal. Was, Du auch?" Und das hat sie mir natürlich nicht so erzählt, aber da hat sie gleich gesagt: "Ihr müsst Euch treffen." Ja, und dann war es zwischen uns beiden so Liebe auf den ersten Blick. Und wir haben uns auch all die Jahre immer gegenseitig unterstützt. Das war schon total gut und schön.
Aber sie wurde halt in [mittelgroße Stadt] operiert, da war das alles anders. Und mehrmals operiert. Das war ganz anders als bei mir. Aber trotzdem sind wir dicke Freundinnen. Obwohl wir uns gar nicht so oft sehen, aber das ist einfach schön. Und ich gehe den Weg jetzt auch mit ihr. Auch das wird noch einmal eine schwere Zeit werden, aber ich gehe den. Und vielleicht wird es auch gut. Das hoffe ich, das hoffe ich jeden Tag. Das sage ich ihr auch immer wieder: "Denke daran, es kann Dir keiner vorher sagen." Das war bei uns eigentlich auch, gerade weil wir uns ja auch so vergleichen konnten, da hat man das auch gesehen, dass das wirklich bei jedem anders ist. Und das kann keiner, auch kein Arzt, vorher sehen, wie es kommt.

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