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Für Carolin Zenning ist der Tod wie zum Anfassen geworden.

So meine Freunde, die alle so in dem Alter zwischen 33 und 40 sind, die haben solche Probleme nicht. Die können sagen: "Ich bin gesund. Ich habe zwar auch Angst zu sterben, aber das ist ja hier dieses abgeschlossene Kästchen, womit ich mich am liebsten nicht befasse." Und bei mir hat das aber ein ganz- mir fällt immer kein Wort dafür ein, was so der Unterschied ist dann. Weil wenn ich jetzt denke, ich sterbe, dann ist das anders als das, was ich vorher gedacht habe: Was ist, wenn ich sterbe? Das hat jetzt so etwas Tatsächliches. Also ist wie zum Anfassen, genau. Und das lässt sich jetzt nämlich nicht mehr so einfach wegtun in das Schächtelchen, wo so wahrscheinlich alle Menschen einmal dran denken. Also, so ganz oft habe ich dann gehört: "Ja, aber wir müssen doch alle sterben, [Vorname der Interviewten]. Alle müssen einmal sterben. Und, wenn ich jetzt morgen vor das Auto renne, dann ist es auch vorbei." Ja, aber, mh, also ja? Dann dieses "Aber", diese andere Bedrohung, das zu beschreiben, das ist ganz schwer.

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