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Bianca Winkler versucht trotz der Nebenwirkungen, die Chemo nicht als krankmachend sondern lebensrettend zu sehen.

Allerdings wird man irgendwie hart im Nehmen. Und das ist auch immer so ein Thema: Die Behandlung nicht als Strafe zu sehen, sondern da habe ich auch länger gebraucht, das als etwas zu akzeptieren, das dir gut tut. Aber es ist schwer, weil die Krankheit ist ganz anders als andere Krankheiten. Also man merkt nicht, dass man krank ist. Die Diagnose trifft dich aus heiterem Himmel, ohne dass man- zumindest in meinem Fall, in schwereren Fällen gibt es bestimmt Hinweise. Aber ich hatte ja keine Schmerzen, im Gegenteil, also mir ging es blendend, mir ging es total gut. Und plötzlich bekommst du aus heiterem Himmel diese Diagnose: Du hast eine todbringende Krankheit. Du merkst nichts davon, das ist ja so virtuell. <br />Und dann wirst du behandelt. Der Arzt behandelt dich dann mit Dingen, die dich erst krank machen, gefühlt, also eine Chemo, die dich krank macht, also, dass es dir nicht mehr gut geht und normalerweise ist es ja umgekehrt. Ich gehe zum Arzt, ich habe Schmerzen und der Arzt gibt mir was und es geht mir besser und genau das ist so umgedreht in dem Fall. Das ist schwer, damit umzugehen und eben auch die Chemo als etwas anzunehmen, zum Beispiel, als Chance und nicht als: 'Ich bin dazu verdammt' und das negativ zu sehen. Ich habe mal irgendwo gelesen, das eine schrieb: "Erst schneiden sie dich auf, dann vergiften sie dich, dann verbrennen sie dich." Als sei es böse gemeint, so fühlt es sich auch manchmal an, aber das ist so die Aufgabe im Kopf, das auch wieder richtig zu rücken und zu sagen: Es rettet dein Leben und das ist jetzt toll, du solltest dich freuen, dass du zur Chemo gehen darfst. Aber das ist nicht so einfach.

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