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Annette Huber fühlte sich nach der letzten Bestrahlung bis zur Nachsorge von den ÄrztInnen alleine gelassen.

Und dann hatte ich anschließend Bestrahlung. Nachdem die Chemo abgeschlossen war, hatte ich dann noch eine Pause, ich glaube, Mitte September war meine Chemo fertig und ab 03. Oktober habe ich mit der Bestrahlung angefangen, 27 Mal hatte ich die und dann war alles ausgestanden. Dann hatte ich eigentlich erst einmal alles überstanden und dann bin ich zum Arzt und dann fing ich erst einmal an zu weinen, weil keiner mehr da war, der sich tagtäglich um mich gekümmert hat. Ich fühlte mich plötzlich allein, weil ich keinen Menschen mehr mit einem weißen Kittel gesehen habe. <br />Wenn etwas mit mir nicht gestimmt hat, konnte ich bei der Bestrahlung immer die Ärztin aufsuchen, die hat immer gesagt: "Also wenn irgendetwas ist, kommt her." Und ich habe das nicht in Anspruch genommen, aber ich hatte wenigstens die Möglichkeit, wenn mir irgendetwas komisch vorgekommen wäre. Und nun hatte ich nichts mehr, ich war eigentlich jetzt auf mich gestellt.<br />Und wahrscheinlich kam die Erleichterung: Ich habe es jetzt alles überstanden - wir hatten ja dann mittlerweile schon Ende November - ich habe alles überstanden, aber trotzdem ist jetzt nicht mehr so eine Anlaufstelle da, wo man einmal, weiß ich nicht, fragen kann oder sich versichern kann, dass alles in Ordnung ist, dass man fragen kann: "Mir tut die Brust weh, jetzt tut mir auch noch die andere weh, können Sie einmal abtasten?" Die erste Zeit musste ich alle halbe Jahre zur Mammographie, mittlerweile gehe ich jährlich. Und im Juni sind es bei mir zehn Jahre, so lange ist es her.<br />

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