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Mit der Erkrankung umgehen lernen

Einige Männer schildern, dass sie sich durch den Prostatakrebs nicht verändert haben. Das Leben ging körperlich und psychisch normal weiter. Manche sahen die Erkrankung auch als normale Alterserscheinung des Mannes.

Für Josef Mayer ist sein Krebs nichts Besonderes und er möchte ihm keinen besonderen Stellenwert einräumen.

Das Nicht-Spüren vor der Diagnose sei allerdings für viele auch das Tückische am Prostatakrebs. Nach einer Behandlung müsse man erst wieder lernen, dem eigenen Körper zu vertrauen. Die Unsicherheit, ob der Krebs wirklich vollständig entfernt wurde, bleibe eine Weile und bei manchen sei diese auch nie mehr vollständig weg gegangen.

Insgesamt hatte jeder der Interviewpartner eine unterschiedliche Einstellung, die ihm in schwierigen Situationen, nicht nur dem Prostatakrebs, half. Einige waren optimistisch und pragmatisch veranlagt, andere waren fröhlich, dachten nicht so sehr ans Negative und ließen sich nicht von der Krankheit unterkriegen.

Manche Erzähler lenkten sich ab und zwangen sich dazu, nicht zu viele Gedanken an mögliche Szenarien zu verschwenden, wohingegen einige Männer betonen, dass das Zulassen ihrer Gefühle ihnen geholfen habe. Viele Interviewpartner schildern, dass es ihnen half, zu erkennen, dass sie nicht unmittelbar an Prostatakrebs sterben müssen. Auch wenn die Krankheit so weit fortgeschritten war, dass sie nicht mehr geheilt werden konnte, fanden die meisten Männer mit der Zeit für sich heraus, dass sie mit Prostatakrebs im Sinne einer chronischen Erkrankung leben können.

Andere Männer meinten, sie hätten Zeit gebraucht, um den Prostatakrebs als Teil ihres Lebens zu akzeptieren, betonen aber, dass sie den Krebs versucht haben in ihr Leben zu integrieren. Viele empfanden gerade am Anfang eine große Scham und fühlten sich verletzlich.

Ruhe zu bewahren wurde von vielen Interviewpartnern als hilfreich beschrieben, was besonders am Anfang nicht allen leicht fiel. Manche meinten auch, dass ihnen ihre Entschlussfreudigkeit geholfen hat, nicht zu lange zu zögern und zu zweifeln.

Manfred Franke halfen Vertrauen in sein Umfeld und sein Optimismus.

Curt Scholz half seine positive Einstellung und seine Fröhlichkeit.

Wilhelm Berger ist sensibler geworden und findet, dass man nicht alles verdrängen kann und zu seinen Gefühlen stehen sollte.

Alexander Huetzing ist gereifter durch die Krankheit und macht Dinge, die ihm wichtig sind.

Christian Lorenz findet, dass es individuell verschieden ist, jedoch soll die Hälfte von einem selber kommen.

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