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Chemotherapeutika und andere Substanzen

Wenn der Prostatakrebs zum Zeitpunkt der Diagnose lokal bereits weiter fortgeschritten ist oder sich schon Metastasen gebildet haben, kann aus medizinischer Sicht eine Chemotherapie notwendig sein. Für Männer, bei denen der PSA-Wert nach der Bestrahlung oder unter der Anti-Hormontherapie anstieg, der Tumor wurde also „hormonresistent“, wurde eine Chemotherapie mitunter als nächster Behandlungsschritt in Betracht gezogen. Unsere Interviewpartner berichten von ihrem Behandlungsverlauf bis hin zur Chemotherapie und wie unterschiedlich die Nebenwirkungen der Chemotherapie ausfielen - von ein wenig Haarausfall bis hin zu starken Nebenwirkungen, die sich auch auf andere Erkrankungen wie Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes mellitus/Zuckerkrankheit) auswirken konnten.

Bei Otto Vengler hatte die Chemotherapie viele Nebenwirkungen.

Bei Ulrich Richter wird nach Bestrahlung und Chemotherapie der Krebs nun beobachtet.

Viele unserer Gesprächspartner äußern, dass für sie die Chemotherapie häufig mit der Befürchtung starker Nebenwirkungen verbunden war. Bei der Entscheidung, ob sie sich auf eine (eventuell erneute) Chemotherapie einlassen wollen, messen unsere Erzähler den befürchteten oder erlebten Nebenwirkungen daher eine wichtige Bedeutung bei, da sie schließlich damit leben und mögliche Folgen ertragen müssen.

Dieter Bauer möchte sich nicht auf eine neue Chemotherapie einlassen, wenn dadurch seine Lebensqualität zu sehr leidet.

Für Otto Vengler lohnt sich das Aushalten der Nebenwirkungen, wenn man dadurch Lebenszeit hinzugewinnt.

Die Tatsache, dass es mit dem Medikament Abirateron eine weitere Behandlungsmöglichkeit des hormonresistenten Prostatakarzinoms gibt, nehmen einige unserer Interviewpartner, als sehr positiv und beruhigend wahr. Das Wissen, dass es vor einer Chemotherapie noch eine weitere Therapieoption gibt, vermittelt ihnen Sicherheit und Hoffnung. Zudem schildern unsere Gesprächspartner, dass sie bei diesen Medikamenten deutlich weniger Nebenwirkungen als bei einer Chemotherapie erleben. Die einzige „Nebenwirkung“, sagt etwa Ulrich Richter, sei die für die Krankenkasse, da die Therapie sehr teuer sei.

Ulrich Richter nimmt gerne ein Medikament, wenn es hilft und es weniger Nebenwirkungen hat.

Für Otto Vengler ist die Therapiemöglichkeit mit Abirateron ein Glücksfall.

Alexander Huetzing beruhigt das Wissen um weitere Therapieoptionen.

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