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Die Erfahrungen von Volker Keller

Portrait Volker Keller ist zum Zeitpunkt des Interviews 69 Jahre alt, er ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Im Sommer 2012 – kurze Zeit vor dem Interview – wurde Prostatakrebs bei ihm diagnostiziert und er entschied sich für eine Operation, womit er zufrieden ist.

Jährlich ging Volker Keller zu einem Internisten, um unter anderem seinen PSA-Wert überprüfen zu lassen. Nachdem dieser stetig leicht anstieg, suchte er einen Urologen auf. Aufgrund einer vergrößerten Prostata nahm er Finasterid, woraufhin der PSA-Wert sank. Nach einem Umzug wechselte er den Urologen und das Medikament wurde abgesetzt. Eine Biopsie wurde zur Absicherung durchgeführt, mit dem Ergebnis der Diagnose Prostatakrebs. Eine Dreimonats-Hormonbehandlung sollte ihm Bedenkzeit ermöglichen. Er ließ sich operieren, nahm eine Reha-Maßnahme in Anspruch und nimmt heute keine Medikamente mehr.

Volker Keller entschied sich trotz seiner damals 69 Jahre für eine Operation. Bei der Entscheidung für den für ihn richtigen Operateur holte er sich mehrere fachärztliche Meinungen ein. Die Operation verlief ohne Komplikationen. Er ist kontinent und gehe davon aus, auch bald wieder potent zu sein. Er habe sich medizinisch unterschiedlich gut aufgeklärt und informiert gefühlt. So wusste er beispielsweise nicht über die Nebenwirkungen von Finasterid und der Hormonbehandlung Bescheid, wie er im Nachhinein festgestellt habe. Das bleierne Körpergefühl, die Entscheidungsunfähigkeit und den Verlust der Libido, die er während der Hormontherapie erlebte, habe er als unangenehm empfunden. Für ihn sei es wichtig, kompetente Ärzte als Ansprechpartner zu haben, denen er vertrauen kann und vor denen er keine Scham empfindet.

Die jährlichen Blutchecks und die Messung des PSA-Wertes, die er aufgrund seines belastenden Jobs als allgemeine Kontrolle durchführen ließ, gaben ihm ein Gefühl von Sicherheit, so Volker Keller. Als sein Bruder vor wenigen Jahren an Prostatakrebs verstarb, habe Volker Keller sich mit dem Thema Tod auseinandersetzen müssen. Dies habe ihm gezeigt, dass Prostatakrebs tödlich verlaufen kann und bestätigte ihn in seinem Vorgehen, sich einer regelmäßigen Gesundheitskontrolle zu unterziehen. Da sein Krebs so früh behandelt wurde, habe er sich selbst aber nie mit seinem eigenen Tod konfrontiert gesehen.

Volker Keller esse und lebe gesund und achte auf psychischen und sportlichen Ausgleich. In der Reha-Maßnahme, die ihm sehr gut tat, war er umgeben von Menschen, die stärker als er durch ihre Erkrankungen eingeschränkt waren. Um sich dort dennoch sportlich ausreichend zu fordern, hatte er genug Zeit. Über seine Erkrankung spreche er offen mit anderen Menschen, auch um den positiven Verlauf mitzuteilen. Er plane, sich im Rahmen einer Psychotherapie mit der Bedeutung seiner Erkrankung für sich auseinanderzusetzen.

Das Interview wurde Ende 2012 geführt.

 

Alle Interviewausschnitte von Volker Keller

Weil Volker Kellers Arzt die Lage umständlich darstellte, gab dieser das so auch an seine Kinder weiter.

Volker Keller fühlte sich schlecht von seinem Arzt schlecht aufgeklärt, er war aber noch nicht so weit, Fragen zu stellen.

Die Broschüre, die Volker Keller vom Krankenhaus bekam, war das Beste an Informationen, das er finden konnte.

Volker Keller findet es wichtig, dass ein Arzt es dem Patienten ermöglichen soll, über alles zu reden.

Um eine ausgewogene Entscheidung treffen zu können, fand Volker Keller die Hormonbehandlung gerechtfertigt.

Für Volker Keller fühlte sich die antihormonelle Therapie wie ein Burnout an.

Das Wasserlassen nach der Operation geht für Volker Keller besser als vor der Behandlung.

Volker Keller macht jährlich einen Generalgesundheitscheck, weil es ihm ein Gefühl der Sicherheit gibt.

Volker Keller, dessen Biopsie vor wenigen Jahren stattfand, beschreibt es als gut auszuhalten.

Volker Keller überlegte, bei wem er sich operieren lassen sollte.

Volker Keller hatte bei den Voruntersuchungen das Gefühl: Die wissen, was sie tun.

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