Benutzerspezifische Werkzeuge
Alter zum Zeitpunkt der Diagnosestellung
 
Sie sind hier: Startseite Erfahrungsbereiche Prostatakrebs Personen Rudolf Kammerer
Portrait

Die Erfahrungen von Rudolf Kammerer

Rudolf Kammerer ist 73 Jahre alt, verheiratet, hat einen Sohn und zwei Enkel. 2007 wurde zufällig im Rahmen einer hausärztlichen Routineuntersuchung Prostatakrebs festgestellt. Daraufhin wurde er bestrahlt und habe so weitergelebt, wie zuvor. Sein Optimismus habe ihm Recht gegeben, denn seitdem seien keine Auffälligkeiten mehr aufgetreten.

Rudolf Kammerers Hausarzt wollte ihn bei einer Routineuntersuchung einmal komplett durchchecken und stellte einen erhöhten PSA-Wert fest. Er wurde zum Urologen überwiesen, der eine Biopsie durchführte und im weiteren Verlauf Prostatakrebs diagnostizierte.

Das mögliche Ausmaß der Erkrankung habe er verdrängt und einfach so wie bisher weitergelebt, berichtet Rudolf Kammerer. Er dachte, dass alles gut gehen werde. Da er keinerlei Beschwerden im Vorfeld und auch keine Nebenwirkungen von der Behandlung hatte, habe er gar nicht gemerkt, dass er so krank war.

Rudolf Kammerer sei dann vor die Wahl gestellt worden, ob er operiert oder bestrahlt werden sollte. Aufgrund der Empfehlung eines befreundeten Chirurgen, entschied er sich für die Bestrahlung. Zur Kennzeichnung der Positionen für die Bestrahlung habe sein Körper ausgesehen wie ein „Strickmusterbogen“. Es sei für ihn unangenehm gewesen, dass ein Ballon in den After eingeführt werden musste, um die Position des Tumors genau zu bestimmen. Seine Frau habe ihn während der Behandlung jeden Tag zur Bestrahlung gefahren und ihn unterstützt. Es habe ihn bestärkt, dass auch sie voller Hoffnung war und zu ihm hielt.

Der PSA-Wert habe sich daraufhin verringert, was Rudolf Kammerer in seiner Entscheidung für die Bestrahlung bestätigte. Schließlich sank der PSA-Wert sogar auf null. Darüber freut sich Rudolf Kammerer sehr und glaubt, es „geschafft“ zu haben und „das mit der Prostata“ vergessen zu können.

Sein Optimismus begleite ihn schon das ganze Leben und habe ihm auch im Umgang mit der Erkrankung geholfen. Ihm sei wichtig, das Leben zu genießen. Er reise gerne und besitze ein eigenes Schiff an einem See, wo er oft das Wochenende verbringe. Mit dem Thema Tod und Sterben habe er sich noch gar nicht befasst und denkt sich: Wenn der Tod kommt, dann kommt er halt. Rudolf Kammerer wünsche sich für die Zukunft Gesundheit für sich und seine Familie. Er sei sehr glücklich und zufrieden, wenn er seine zwei Enkel herumtollen sehe und genieße seine Rolle als Großvater.

Das Interview wurde Mitte 2013 geführt.

 

Alle Interviewausschnitte von Rudolf Kammerer

Für Rudolf Kammerer waren die 38 Bestrahlungen ungewöhnlich und er hatte ein komisches Gefühl.

Rudolf Kammerer hat es bestärkt, als die Bestrahlung anschlug.

Rudolf Kammerer hatte die Wahl, bei der er sich durch einen Freund und seinen Urologen beraten ließ.

Rudolf Kammerer erzählt, dass er die ersten zwei Jahre nicht bei der Nachsorge war und es darauf ankommen ließ.

Rudolf Kammerer hat ein komisches Gefühl, weil er nicht weiß, was auf ihn zukommt; jedoch hilft sein Optimismus.

Artikelaktionen