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Die Erfahrungen von Otto Vengler

Portrait Otto Vengler ist 78 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder und drei Enkelkinder. Er ist Rentner und suchte 2006 aufgrund von Nierenschmerzen seinen Hausarzt auf. Im Verlauf der Untersuchungen wurde Prostatakrebs festgestellt. Seine Frau unterstützte ihn sehr. Zunächst habe er nur mit ihr über die Diagnose reden können.

Otto Vengler habe die Diagnose schwer verkraftet. Er empfand sie als „vernichtend“ und fühlte sich selbst als „Verlierer“. Eine Operation sei nicht durchgeführt worden, darüber ist Otto Vengler sehr froh. Durch die Hormonbehandlung mit Tabletten und die Strahlentherapie, die er gut verkraftet habe, ist der PSA-Wert gegen null gesunken. Im Anschluss nahm er eine Rehabilitation in Anspruch, die ihm sehr gut getan habe.

Seit damals ist der PSA-Wert viermal angestiegen. Beim ersten Anstieg drei Jahre nach der ersten Behandlung ist er mit Hormonspritzen behandelt worden. Als der Wert kurz darauf wieder anstieg, bekam er eine Chemotherapie. Wie er sagt, konnte dadurch der Krebs zurückgedrängt werden. Die Chemotherapie habe er schlecht vertragen, er litt unter Schwächeanfällen.

Bei einer weiteren Chemotherapie ein Jahr später habe sich seine Diabeteserkrankung verschlechtert. Er sei seitdem auf Insulin-Spritzen angewiesen. Seine „Zuckerärztin“ habe ihn sehr engagiert begleitet und sei auch außerhalb ihrer Arbeitszeiten für ihn erreichbar gewesen. Diese Unterstützung habe ihn sehr beruhigt. Auch seine Frau unterstützte ihn in dieser Zeit sehr.

Begleitend wurden zur Chemotherapie auch Hormonspritzen verabreicht. Beim letzten Anstieg wollte er aufgrund der erheblichen Nebenwirkungen eine erneute Chemotherapie vermeiden und entschied sich für ein neu zugelassenes Medikament. Die „Wundertabletten“, wie er sie nennt, hätten den PSA-Wert stark verringert.

Seit der Prostatakrebserkrankung macht Otto Vengler keine längerfristigen Planungen für Reisen oder Veranstaltungen. Normalität bedeutet für ihn stets die Rücksichtnahme auf seine Erkrankungen. Mit Freunden und Bekannten darüber zu reden, bereitete Otto Vengler heute keine Probleme mehr. Er versucht, sein Leben weiterhin aktiv zu gestalten und es ist ihm wichtig, an familiären Aktivitäten teilzunehmen. Es gibt ihm Kraft, schon so lange mit dem Prostatakrebs zu leben. Durch die Behandlungen sei ihm immer wieder ein ganzes Jahr Leben geschenkt worden.

Das Interview wurde Ende 2012 geführt.

 

Alle Interviewausschnitte von Otto Vengler

Otto Vengler findet, dass man mit der Krankheit leben kann.

Otto Vengler will weiter aktiv sein, sich nicht zurückziehen und zumindest Kurzreisen unternehmen.

Otto Vengler wusste zunächst nicht, wie es weitergeht, nachdem sein Arzt sich entschloss, ihn nicht zu operieren.

Bei Otto Vengler hatte die Chemotherapie viele Nebenwirkungen.

Für Otto Vengler ist die Therapiemöglichkeit mit Abirateron ein Glücksfall.

Für Otto Vengler lohnt sich das Aushalten der Nebenwirkungen, wenn man dadurch Lebenszeit hinzugewinnt.

Otto Vengler empfand die erste Biopsie als brutal, seine zweite verlief ohne Schmerzen.

Otto Venglers Ehefrau übernimmt die „Pflege“ ihres Mannes während der Chemotherapie.

Bei Otto Vengler wurden nach der Biopsie mehrere Untersuchungen gemacht, die negativ waren, was ihn beruhigte.

Otto Vengler muss stets Rücksicht auf seine Krankheit nehmen, er musste auf Reisen und Veranstaltungen verzichten.

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