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Die Erfahrungen von Kay Hahn

Portrait Kay Hahn ist zum Zeitpunkt des Interviews 48 Jahre alt. Er lebt in einer Partnerschaft und arbeitet in einem sozialen Beruf. Nachdem im Frühjahr 2012 Prostatakrebs diagnostiziert wurde, entschied er sich für die Aktive Überwachung.

Nach einer auffälligen Tastuntersuchung wurde bei Kay Hahn eine Biopsie durchgeführt und Prostatakrebs diagnostiziert. Nach einer intensiven Phase der Informationsbeschaffung entschied er sich dafür, seinen Tumor überwachen zu lassen. Vierteljährlich geht er zur Nachsorge und wird homöopathisch und mit traditioneller chinesischer Medizin behandelt. Seine Werte sind bis zum Zeitpunkt des Interviews nicht angestiegen.

Das Diagnosegespräch habe er wie einen Film wahrgenommen: Sein Urologe habe keinen Kontakt zu ihm aufgenommen. Als einzige Behandlungsmöglichkeit eröffnete er Kay Hahn eine Operation. In weiteren Gesprächen mit anderen Ärzten erlebte er ähnliches: Die Erkrankung sei dramatisiert und die Nebenwirkungen einer Operation seien verharmlost worden. Während seiner Krankschreibung habe er die Zeit genutzt, um in sich hineinzuhören und Platz für Austausch und Informationen zu haben. In Selbsthilfegruppen holte er sich die für ihn nötigen Informationen, da ihm ein „konkreter Austausch“ wichtig war. Die Erfahrungen der Männer, die seit circa 10 bis 15 Jahren mit dem Tumor lebten, halfen ihm. Neben der Selbsthilfegruppe eignete sich Kay Hahn noch über Informationsmaterial Wissen an. Aus Unzufriedenheit wechselte er seinen Hausarzt. Sein jetziger Hausarzt und eine traditionell chinesische Medizinerin unterstützen ihn in seiner Entscheidung, seinen Tumor überwachen zu lassen. Im Zuge dessen änderte Kay Hahn seine Ernährung; er trinkt viel Tee, verzichtet überwiegend auf Zucker und Fleisch und hat das Rauchen aufgegeben.

Kay Hahn, dem Verbundenheit zu anderen Menschen sehr wichtig ist, sprach mit vielen Bekannten, Freunden und Familienmitgliedern offen über seine Diagnose und erfuhr hier so emotionale Anteilnahme. Mit seiner Partnerin konnte er die Sorge um die Krankheit gemeinsam teilen und gemeinsam weinen. Er habe starke Verbundenheit empfunden und er und seine Partnerin konnten weiterhin lustvoll miteinander sein. Ihr entspannter Umgang mit der Erkrankung habe ihm viel Kraft gegeben. Der gemeinsame Kinderwunsch von Kay Hahn und seiner Partnerin, ihre intensive Beziehung und der Wunsch nach körperlicher Unversehrtheit seien auch ausschlaggebend gewesen, sich für eine Überwachung zu entscheiden. In der Phase, die für ihn richtige Behandlung zu finden, half ihm Ruhe zu bewahren und sich vielfältig zu informieren.

Das Interview wurde Anfang 2013 geführt.

 

Alle Interviewausschnitte von Kay Hahn

Kay Hahn empfiehlt Ruhe zu bewahren und Gefühle zuzulassen und auch mitzuteilen.

Kay Hahn hatte nach seiner Biopsie viele Monate Schmerzen im Unterleib und Probleme beim Urinieren.

Das offene Gespräch mit seiner Partnerin half Kay Hahn, nicht in der Angst unterzugehen.

Kay Hahn entschied sich gegen eine Operation die ihm von den Ärzten empfohlen wurde.

Kay Hahn tauschte sich viel mit seiner Partnerin über Sexualität aus und sie ging mit seiner Entscheidung mit.

Kay Hahns Freundin und er wünschen sich ein Kind und er konnte sich trotz Prostatakrebs refertilisieren lassen.

Kay Hahn hatte ein starkes Bedürfnis, und den Wunsch nach Informationen, wobei ihm das Internet am meisten nutzte.

Für Kay Hahn war der Verzicht auf Zucker schwieriger als mit dem Rauchen aufzuhören.

Kay Hahn ist es wichtig, seine Immunabwehr zu stärken.

Kay Hahn fühlte sich wie im Film.

Kay Hahn bekam erst beim Telefonat mit seiner Freundin Angst.

Kay Hahn wünscht sich Ärzte, die immer mehrere Möglichkeiten aufzeigen.

Kay Hahns Wunsch nach Unversehrtheit und Sexualität, den er in sich spürte, war ihm wichtiger als eine Behandlung.

Kay Hahns Urologe unterstützte ihn bei seiner Entscheidung, sich nicht operieren zu lassen.

Bei Kay Hahn setzte Entspannung ein, als sein PSA Wert bei den regelmäßigen Kontrollen sank.

Kay Hahn schätzt die Bandbreite an Erfahrungen, die er in der Selbsthilfegruppe erlebt.

Kay Hahn schildert seinen ersten Kontakt und warum ihm das offene Gespräch über Gefühle in der Selbsthilfegruppe fehlte.

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