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Die Erfahrungen von Wilhelm Kirsch

Portrait Wilhelm Kirsch ist zum Interviewzeitpunkt 87 Jahre alt, verheiratet mit Margot Kirsch und hat mit ihr drei Kinder sowie drei Enkelkinder. Er ist Elektroingenieur und hat nach langer Anstellung bis zum vorigen Jahr selbstständig in einem Planungsbüro gearbeitet. Nun ist er Rentner. Die letzte Reha, die er im Anschluss an einen Herzinfarkt angetreten ist, hat er gemeinsam mit seiner Frau verbracht, die zeitgleich in derselben Klinik an einer orthopädischen Reha-Maßnahme teilnahm.

Als Wilhelm Kirsch nach einem Herzinfarkt im Krankenhaus war, wurde von dort aus für ihn eine Reha (AHB) beantragt, die von der Krankenkasse übernommen wurde. Da seine Frau zu diesem Zeitpunkt unabhängig von ihm eine Reha beantragt hatte, versuchten sie mit Hilfe des Sozialdienstes im Krankenhaus ihre Rehabilitationen gemeinsam in einer Einrichtung zu organisieren. Dieses Ziel erreichten sie und fanden mit Hilfe ihrer Tochter eine Klinik, die sowohl kardiologische als auch orthopädische Patienten aufnimmt.

Die vorhergehenden Reha-Kliniken, die Wilhelm Kirsch nach seinen Hüftoperationen besuchte, wählte er auf Empfehlung von Freunden aus. Auch war er bereits in den 60er Jahren einmal in einer Kurklinik. Damals durfte man noch auf den Zimmern rauchen, erzählt er. Er erinnert sich auch, dass er dort Ski-Langlauf fuhr in der freien Zeit und dass ihm das einige Mitpatienten nachmachten. Zu einem Mitpatienten von damals hat er heute noch Kontakt.

Wilhelm Kirsch beschreibt seine Reha-Maßnahmen als „einwandfrei“ und gut. Auch in der letzten Reha hätten Ärzte, Schwestern und Therapeuten ihre Arbeit gut gemacht und er könne ihnen als Nicht-Arzt „nicht in ihr Geschäft pfuschen“. Im Zusammenhang mit dem Herzinfarkt gab er nach 50 Jahren das Rauchen auf. In der Reha fiel es ihm schwer, das Nichtrauchen durchzuhalten. Die Raucherentwöhnung wurde auch in Vorträgen und Gesprächen zum Thema. Das Gottesdienstangebot am Sonntag und auch die Faschingsveranstaltungen gefielen ihm. Insbesondere den Kurpark beschreibt er als besonders schön, dort war er gern und filmte auch mit seiner Kamera.

Die Anwendungen und Therapien hatte Wilhelm Kirsch getrennt von seiner Frau. Das Zimmer teilten sie sich und auch bei den Mahlzeiten trafen sie sich. Trotz der für ihn guten Behandlung erzählt Wilhelm Kirsch, dass er keine Verlängerung wollte. Für ihn war es kein gutes Gefühl, die Wohnung so lange leer zu lassen. Er wollte gerne die Post erledigen und nach den drei regulären Wochen wieder heimkehren.

In der Reha bestand ein Teil der Behandlung neben beispielsweise Walking für die Ausdauer oder Herzgymnastik darin, die Medikation gut einzustellen. Aktuell beschreibt er noch immer Müdigkeit durch diese Medikation, daher versuche sein Arzt derzeit, die Medikation noch zu optimieren. Wilhelm Kirsch fand es gut, in der Reha alles mitzumachen. Ab und zu schaut er noch in seine Unterlagen und erinnert sich an wichtige Informationen zum Beispiel bezüglich des Essens.

Das Interview wurde im Frühjahr 2014 geführt.

Wilhelm Kirschs Frau hatte bereits eine eigene Reha bewilligt bekommen, als er einen Herzinfarkt erlitt.

Wilhelm Kirsch erinnert sich gerne an den schönen Kurpark, die Faschingsveranstaltung und die Kirche am Sonntag.

Wilhelm Kirsch wollte nach den drei Wochen nach Hause, weil er ein ungutes Gefühl hat, wenn er länger nicht Zuhause ist.

Wilhelm Kirsch hörte nach seinem Herzinfarkt mit dem Rauchen auf.

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