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Nadine Baumann erzählt, dass sie sich vom Arzt in die Psycho-Ecke gedrängt fühlte. Sie entschied, die Reha nach 2 Wochen abzubrechen.

Aber alles in allem war es für mich so, dass der Tagesablauf für mich zu stressig war. Also das begann früh morgens, ja, um sieben teilweise schon die Behandlungen und hat sich bis nachmittags 17 Uhr teilweise ohne Unterbrechung. Man hatte dann kaum Pause und man ist immer nur von A nach B gehetzt. Das war mir irgendwie nicht zuträglich. Ich konnte dann viele Sachen auch einfach von meinem Gesundheitszustand nicht mitmachen, was mich natürlich dann wieder geärgert hat, weil man hat natürlich auch ein bisschen Ansprüche an sich selber. Man möchte alles mitmachen. Ja, man möchte ja auch irgendwie gesund werden. Und das funktionierte halt nicht. Und es wurde halt immer schlimmer. Der Arzt hat dann unter einem Vier-Augen-Gespräch dann zugegeben, dass er einfach nicht mehr weiß, was er mit mir machen soll, er auch nicht mehr... ob ich noch jemand kennen würde, der mir helfen könnte. Er kann es nicht. Und  da war ich natürlich dann schon, ja, dann war ich richtig sauer eigentlich.
Und er hat dann so ein bisschen die Schiene gefahren, dass das bei mir eigentlich ein Kopfproblem wäre, also sprich, dass ich halt psychisch Probleme hätte. Meiner Meinung nach ist es einfach so, dass man sich es auch einfach machen kann. Und das hat er in diesem Fall halt einfach getan. Also er war halt mit seinem Latein am Ende und demzufolge wurde der Kopf vorgeschoben. Ja, das war dann für mich der Grund zu entscheiden, dass ich nicht mehr gewillt bin, die Reha fortzuführen.

Gastroentereologische Reha nach Darmkrebs

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