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Die Erfahrungen von Maria Hoffmann

Portrait Maria Hoffmann ist zum Zeitpunkt des Interviews 52 Jahre alt. Sie lebt in einer Partnerschaft und arbeitet im Kundenservice einer großen Firma. Vor mehr als zehn Jahren wurde bei ihre eine Multiple Sklerose diagnostiziert. Im Zuge der Behandlung der Erkrankung besuchte sie zwei neurologische Rehabilitationen.

Nach der Diagnosestellung im Rahmen eines längeren Krankenhausaufenthaltes schlug der behandelnde Chefarzt Maria Hoffmann vor, eine neurologische Rehabilitation zu machen, da einige der Krankheitssymptome sich durch die Gabe von Medikamenten nicht verringern ließen und sie körperlich sehr geschwächt war. Die Beantragung der Reha erfolgte durch das Krankenhaus und war unproblematisch. Eine Woche nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus begann die stationäre Rehabilitation (AHB).

Maria Hoffmann erzählt, dass sie ohne bestimmte Erwartungen in der Reha ankam und auch nicht wusste, was auf sie zukommen würde. Sie fuhr aber gern dorthin, weil sie offen war für das, was ihr dort angeboten würde. Sie schildert, dass in den regelmäßigen Gesprächen mit dem zuständigen Arzt der Therapieplan flexibel verändert werden konnte. In der Klinik gab es ein großes Angebot an Anwendungen, die Maria Hoffmann sehr gefielen und gut taten. Sie benennt z.B. Gymnastik, Massagen, Schwimmen und Feldenkrais. Insbesondere der Zeichenkurs war für sie sehr wichtig und gab ihr das Gefühl, in der Klinik gut aufgehoben zu sein. Maria Hoffmann erzählt auch, dass sie psychotherapeutische Gespräche in Anspruch nahm. Sie war offen dafür und berichtet, dass diese Gespräche sehr hilfreich für sie waren.

In der Klinik gab es eine Gemeinschaftsecke für die Patienten. Dort traf man sich an den Abenden, begrüßte neue Mitpatienten und tauschte sich über Erfahrungen mit den Erkrankungen sowie über Anwendungen und Therapien aus. Maria Hoffmann schildert, dass sie diesen Austausch sehr schätzte und dadurch schnell in Kontakt zu den anderen Patienten kam. Auch das Essen in der Klink lobt sie sehr. Sie erzählt, dass sie damals sogar ein Fotoalbum über den Reha-Aufenthalt machte, so sehr hat ihr die Reha gefallen und gut getan. Sie genoss die Zeit sehr und merkte dabei, dass sie zu Kräften kam, auch wenn einige Symptome der MS erst später zurückgingen.

Im Jahr vor dem Interview besuchte Maria Hoffmann zum zweiten Mal eine neurologische Reha, da sie einen erneuten Schub der Erkrankung hatte. Die zweite Reha beantragte sie alleine bei der Rentenversicherung, nachdem ihr eine Bekannte mit MS zu einer erneuten Reha riet. Maria Hoffmann suchte eine Klinik aus, bei der es kaum Wartezeiten gab, da ihr ein schneller Beginn der Reha wichtig war. Von der Klinik war sie allerdings sehr enttäuscht und wäre anfangs am liebsten wieder nach Hause gefahren, beschloss dann aber, das Beste aus der Reha zu machen. An den Wochenenden bekam sie häufig Besuch von ihrem Partner. Sie berichtet, dass es in dieser Klinik viele schwer erkrankte Patienten gab und sie sich auch deshalb nicht richtig aufgehoben fühlte. Den Umgang mit den Mitpatienten erlebte sie teilweise als oberflächlich und auch die Therapiepläne seien nicht individuell abgestimmt worden. Insgesamt empfand sie das Angebot der Klink als zu gering und zu wenig individuell. Darüber hinaus sei die Verpflegung sehr schlecht und die Einrichtung veraltet gewesen. Als besonders schwierig empfand Maria Hoffmann es, dass es kaum Räume und Möglichkeiten für den Austausch mit den Mitpatienten gab, so dass sie sich sehr isoliert fühlte. Das therapeutische Personal erlebte sie aber als fähig und angenehm.

Sollte eine erneute Reha anstehen, würde Maria Hoffman sie gerne in einem ambulanten Setting in einer guten neurologischen Einrichtung machen, die sie kennt. Anderen empfiehlt sie, sich bei der Beantragung einer Reha und der Auswahl der Klinik gut beraten und helfen zu lassen.

Das Interview wurde im Herbst 2014 geführt.

Maria Hoffmann fand es wichtig, Raum und Gelegenheit für Kontakte zu haben.

Maria Hoffmann erlebte die freie Zeit in ihren beiden Rehas ganz unterschiedlich.

Zunächst war Maria Hoffmann geschockt, als die Sozialberatung ihr nahelegte einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen. Dann leuchteten ihr die Vorteile ein.

Maria Hoffmann fühlte sich gut aufgehoben und fand es toll, aus einem breiten Angebot auswählen zu können.

Maria Hoffmann fand die psychologischen Gespräche in der Reha so positiv, dass sie sich danach einen Therapeuten suchte.

Maria Hoffmann glaubt, dass es normal ist, beim Übergang ein Leeregefühl zu haben. Sie erlebte ihre Arbeit als gute Ablenkung.

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