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Die Erfahrungen von Julia Bach

Portrait Julia Bach ist zum Zeitpunkt des Interviews 24 Jahre alt und studiert Soziale Arbeit. Sie lebt mit ihrem Freund zusammen. Da ihre chronischen gynäkologischen Beschwerden medizinisch nicht in den Griff zu bekommen waren und sie auch psychisch belastet war, machte sie eine stationäre psychosomatische Rehabilitation. Julia Bach suchte sich eine Klinik aus, die auch den christlichen Glauben in die Therapie mit einbezieht.

Julia Bach litt bereits seit sieben Jahren an chronischen gynäkologischen Beschwerden. Sowohl ihre Gynäkologin als auch Spezialisten konnten ihr nicht ausreichend helfen. Ihre Gynäkologin überwies sie schließlich an eine psychosomatische Ambulanz. Julia Bach erzählt, dass sie die Idee zu einer stationären Rehabilitation dort selbst in ein Gespräch mit einer Psychologin einbrachte. Daraufhin wurde durch die Psychologin die Beantragung der Reha in die Wege geleitet.

Die Beantragung gestaltete sich anstrengend für Julia Bach und es gab viele Hürden zu überwinden. Sie berichtet, dass es schwierig war in Erfahrung zu bringen, welche Formulare ausgefüllt werden müssen und von wem. Auch die Ärzte hätten oft nicht genau gewusst, was zu tun sei. Insgesamt dauerte es von der Antragsstellung bis zur Bewilligung der Reha sechs Monate. Julia Bach erzählt auch, dass von der Rentenversicherung keine Rücksicht auf ihren Studentenstatus genommen wurde, so dass sie zu jeder Zeit hätte bereit sein müssen, die Reha anzutreten. Alles in allem habe sie den ganzen Prozess unterschätzt und ihr habe eine feste Ansprechperson gefehlt.

Die Klinik kam Julia Bach bezüglich des Termins dann entgegen, sodass die Reha in den Semesterferien stattfinden konnte. Sie suchte sich die Klinik bewusst aus. Von der Klinik hatte sie bereits Gutes gehört und sie wusste, dass diese den Glauben miteinbezieht. Sie schildert, dass es ihr auf Grund ihrer Biographie sehr wichtig gewesen sei, dass der Glaube Platz in der Therapie bekommt.

So gab es neben der obligatorischen Gruppentherapie und einem kurzen Einzelgespräch in der Woche auch Angebote wie Bibliodrama und Andachten. Julia Bach erzählt, dass sie sich mit ihrer Therapeutin besprochen habe und Wahlmöglichkeiten bezüglich der Therapien hatte. So konnte sie beispielsweise auch Kunsttherapie, Musiktherapie oder Entspannungsverfahren wählen. Den Gruppentherapien habe sie anfangs eher skeptisch gegenüber gestanden. Julia Bach schildert, dass sie dann aber durch die starke Gemeinschaft schnell Vertrauen fassen und sich öffnen konnte. Ihr tat es gut, durch die Gruppe zu erfahren, dass auch andere schwierige Probleme haben und sie nicht allein ist.

Julia Bach erzählt, dass ihr besonders die Einzelgespräche sowie eine Kleingruppe mit zwei älteren Frauen gut taten. In dieser Gruppe konnte sie erstmals über bestimmte Themen sprechen. Nach der Reha suchte sie sich einen ambulanten Psychotherapeuten, um die angestoßenen Prozesse weiter zu bearbeiten. Für Julia Bach war der Reha-Aufenthalt sehr wichtig und sie beschreibt ihn als eine Investition, die sich gelohnt hat.

Das Interview wurde im Sommer 2014 geführt.

Julia Bach erzählt, dass die Gruppe fast das Wichtigste am Klinikaufenthalt war.

Julia Bach findet, dass die Reha eine Investition ist, die sich auszahlt.

Angestoßen durch ihre Gynäkologin besprach Julia Bach die Möglichkeit einer Reha mit ihrer Psychologin.

Julia Bach fühlte sich alleine gelassen mit der Beantragung und fand das System undurchschaubar.

Anfangs fragte sich Julia Bach: Wo bin ich hier gelandet?

Julia Bach wollte in den letzten Tagen gar nicht mehr nach Hause und hatte Angst vor der Rückkehr von Null auf Hundert.

Julia Bach erzählt, wie sie anfangs zögerte, ihre Themen in eine Gruppe zu bringen, dann aber die Gemeinschaft sehr stark fand und offen reden konnte.

Julia Bach ist seit der Reha nicht mehr fixiert auf ihre Symptome. Sie lebt nun wieder mehr so, wie es ihr Spaß macht.

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