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Portrait

Die Erfahrungen von Josef Vögtle

Josef Vögtle ist zur Zeit des Interviews 71 Jahre alt. Er ist Biolandwirt und arbeitet, obwohl er den Hof bereits an seinen Sohn abgegeben hat, noch immer mit. Er ist verheiratet, hat vier Töchter, einen Sohn und fünf Enkelkinder. Josef Vögtle hatte bereits seit vielen Jahren Probleme mit dem linken Knie, bis festgestellt wurde, dass er unter Arthrose litt. Nach einer Operation des Knies trat Josef Vögtle eine dreiwöchige stationäre orthopädische Rehabilitation (AHB) an.

Josef Vögtle berichtet, dass er die Rehabilitation, die von seiner Krankenkasse gezahlt wurde, auf Anraten des Arztes im Krankenhaus antrat. Er wurde vom Sozialdienst beraten und bekam zwei Kliniken zur Auswahl sowie die Möglichkeit von ambulanter oder stationärer Reha aufgezeigt. Er betont, dass er froh um die stationäre Reha gewesen war, da er dort ein Zimmer für die Pausen hatte, welches den Ort für ihn zu einer Heimat machte. Auch war er so eingeschränkt in der Mobilität, dass er zu Hause ohnehin nichts hätte erledigen können.

Die Zeit der Reha empfand Josef Vögtle, der, wie er erzählt, noch nie im Urlaub gewesen ist, wie einen Urlaub. Die Termine und Behandlungen erlebte er nicht als Stress und er fühlte sich freundlich und kompetent behandelt und beraten. So wurde nichts verlangt, was er nicht leisten konnte. Am Anfang wurde ihm sogar das Essen an den Tisch gebracht, weil er es noch nicht alleine holen konnte. Er erzählt auch, wie aufmerksam und gut er es fand, dass sogar sein Gangbild auch außerhalb der Therapie von einem Physiotherapeuten korrigiert wurde. Die Therapien haben ihm geholfen und er war froh, dass er von Experten umgeben war, die ihm sagen konnten, was er beim Trainieren tun sollte.

Eine Besonderheit bei Josef Vögtles Reha-Aufenthalt war, dass er über die Weihnachtszeit und Neujahr in der Klinik war. Er berichtet, dass er diese Zeit für die Reha sehr schätzte und es wieder so machen würde. Die Klinik hatte zu dieser Zeit wenig Patienten, es gab keine Wartezeit an den Geräten und der Aufenthalt war geprägt von der weihnachtlichen Stimmung. Auch konnte er seine Familie einige Male besuchen. Zu den Mitpatienten hatte er einen sehr netten Kontakt. Er erzählt, dass er es lediglich bereut, nicht noch mehr mit den Mitpatienten unternommen zu haben. Anderen Rehabilitanden empfiehlt Josef Vögtle, mitzumachen, nicht zu mäkeln und mit den Therapeuten im Gespräch zu bleiben, um Missgeschicken oder Fehlern vorzubeugen.

Mit der Reha selbst und dem Ergebnis der Reha ist Josef Vögtle rundum zufrieden. Bezüglich der Genesung habe ihm ohnehin niemand versprochen, dass er wieder wie ein junger Mann würde laufen können. Derzeit, berichtet er, sind seine Schmerzen vor allem noch nach dem Schlafen präsent, gehen aber durch Bewegung zurück.

Das Interview wurde im Frühjahr 2014 geführt.

Josef Vögtle bekam von seinem Arzt die stationäre Reha nahegelegt, weil er sich sonst zuhause überfordert hätte. Er bereute es nicht.

Josef Vögtle meldete sich einige Male während der Reha ab und wurde von seinen Kindern tagsüber an den Feiertagen nach Hause geholt.

Josef Vögtle wurde vor der Reha Angst gemacht.

Josef Vögtle hat sich bewusst vorgenommen, nicht zu meckern.

Josef Vögtle genoss die besondere Atmosphäre und die geringe Belegung an den Weihnachtstagen in der Klinik.

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