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Die Erfahrungen von Heike Tschirner

Portrait Heike Tschirner ist zum Zeitpunkt des Interviews 55 Jahre alt. Sie ist ausgebildete Krankenschwester, alleinstehend und Mutter eines Sohnes. Heike Tschirner hatte bisher sechs Rehas. Davon war die erste eine psychosomatische Reha, die sich an einen Psychiatrieaufenthalt nach einer schweren Depression anschloss. Die übrigen fünf Rehas hatten einen onkologischen Schwerpunkt im Zuge der Behandlung ihres Brustkrebses und später auftretender Metastasen. Über einen längeren Gutachterprozess wurde Heike Tschirner frühzeitig berentet.

Die verschiedenen Rehaaufenthalte erlebte Heike Tschirner sehr unterschiedlich. Die psychosomatische Reha war für sie ein Erfolg. Bezüglich der onkologischen Rehas schildert sie, dass in größeren Einrichtungen häufig ein Standardprogramm ablaufe, bei dem nicht auf individuelle Bedürfnisse der Patienten eingegangen wird. Mit kleineren Kliniken machte sie aber bessere Erfahrungen.

Bis auf die dritte onkologische Reha wurden alle Rehas als AHB in der Akutklinik beantragt, was sich als unproblematisch erwies. Die Beantragung der dritten Reha im allgmeinen Antragsverfahren war für Heike Tschirner jedoch deutlich aufwändiger, da ihr hierbei die Unterstützung durch eine Akutklinik fehlte und sie den Antrag über ihren niedergelassenen Arzt in die Wege leiten musste.

Heike Tschirner schildert, dass kurz nach dem psychosomatischen Reha-Aufenthalt ihre Krebserkrankung auftrat, woraufhin sie für vorerst ein Jahr berentet wurde. Durch ein zweites Gutachterverfahren, das sie in schlechter Erinnerung hat, wurde sie schließlich auf Dauer berentet. Später kam es zur Metastasenbildung. Heike Tschirner erzählt, dass ab diesem Zeitpunkt der berufliche Wiedereinstieg für sie kein Thema mehr war, weshalb sie aus den nachfolgenden Rehas nicht mehr so viel mitnehmen konnte.

Die Gespräche mit Psychologen empfand Heike Tschirner jedoch immer als sehr hilfreich. Auch einige praktische Tipps von Physiotherapeuten konnte sie mit nach Hause nehmen. Heike Tschirner schildert, dass sie durch ihren Blick als gelernte Krankenschwester mitbekam, wie vor allem in Kliniken mit privaten Trägern das Personal oft überlastet und unterbezahlt sei, was sich wiederum negativ auf die Patienten auswirkte. Heike Tschirner würde deshalb jedem raten, sich vorab über eine Rehaklinik zu informieren, vor allem über den jeweiligen Träger.

Rückblickend kann Heike Tschirner die Reha-Aufenthalte trotz negativer Erfahrungen als eine Möglichkeit zur körperlichen und seelischen Erholung abseits des Alltags betrachten.

Das Interview wurde im Herbst 2014 geführt.

Heike Tschirner weist darauf hin, dass man in der onkologischen Reha mit vielen schlimmen Geschichten konfrontiert wird.

Heike Tschirner erzählt, dass sie die Klinik wegen mangelnder Hygiene beim Gesundheitsamt meldete.

Für Heike Tschirner ist die Reha eine Zeit des Luftholens. Die Krankheitsgeschichten der Mitpatienten helfen ihr, das Eigene zu relativieren.

Heike Tschirner beschreibt das Wunsch- und Wahlrecht.

Die AHB direkt nach der Akutbehandlung war für Heike Tschirner zu früh.

Heike Tschirner machte die Erfahrung, dass manche Klinikbetreiber besonders auf Profit aus waren.

Heike Tschirner hatte Ärger mit der Sachbearbeitung ihres Antrags.

Heike Tschirner wurde in der Reha nahegelegt, eine Rente zu beantragen. Für die Berentung hatte sie ein sehr unangenehmes Gespräch mit einem Gutachter.

Heike Tschirner findet, dass die Leute für dumm verkauft werden, weil die propagierte Mitsprachemöglichkeit aus Kostengründen gar nicht möglich ist.

Heike Tschirner erlebte die gute Stimmung in der Frauengymnastikgruppe.

Heike Tschirner machte die Erfahrung, dass in verschiedenen Einrichtungen unterschiedlich gut auf ihre körperlichen Beschwerden eingegangen werden konnte.

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