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Portrait

Die Erfahrungen von Dorothee Funk

Dorothee Funk ist zum Zeitpunkt des Interviews 55 Jahre alt. Sie lebt allein und hat drei erwachsene Kinder. Zur Rehabilitation kam es nach einem Schlaganfall. Diesen erlitt sie an ihrem Wohnort im Ausland, wo sie als Friseurmeisterin arbeitete. Aufgrund der Wohnsituation außerhalb Deutschlands ergaben sich für Dorothee Funk zusätzlich zu ihrer Erkrankung auch bürokratische Hürden. Bei deren Bewältigung waren ihr vor allem ihr Hausarzt und der Sozialarbeiter in der neurologischen Reha-Einrichtung behilflich.

Nach der Akutbehandlung im Ausland wollte Dorothee Funk für die weitere Behandlung wieder nach Deutschland zurückkehren. Mit ihrer Tochter organisierte sie die Heimreise und kam zunächst in einem Pflegeheim unter, da sie linksseitig gelähmt und auf einen Rollstuhl angewiesen war. Dies war jedoch keine Dauerlösung für sie. Finanziell bedeuteten der Umzug, der Wiedereintritt in die deutsche Krankenversicherung sowie Zahlungen für Therapien und das Pflegeheim erhebliche Verluste.

Die Beantragung einer Reha durch ihren Hausarzt gestaltete sich als schwierig. Erst als er sie in ein Akutkrankenhaus einwies, konnte von dort die Reha schnell in die Wege geleitet werden. Von der Krankenkasse bekam sie zunächst zwei Wochen Reha-Aufenthalt bewilligt. In der Rehabilitationseinrichtung wurde diese Bewilligung schrittweise auf acht Wochen verlängert. Zwischendurch hatte Dorothee Funk jedoch immer wieder den Eindruck, „auf den gepackten Koffern“ zu sitzen, da jeweils unklar war, ob die Verlängerung bewilligt würde.

Der Sozialarbeiter in der Rehaklinik war ihr bei der Beantragung eines Behindertenausweises und bei der Suche nach einer geeigneten Unterkunft behilflich. So lebt sie jetzt in einer Familienpflege, wo sie sich sehr wohlfühlt. Langfristig möchte sie aber wieder alleine leben.

Über die Reha-Zeit sagt Dorothee Funk, dass sie diese nicht missen möchte. Sie bekam wieder Hoffnung, dass die linke Seite nicht gelähmt bleiben muss und setzte es sich zum Ziel, am Rollator gehen zu können. Gesundheitlich beschreibt sie, dass es steil bergauf für sie ging. Ihr Ziel, am Rollator gehen zu können, konnte sie erreichen. Die Reha half ihr auch dabei, ihre Situation besser annehmen zu können. Auch den Austausch mit Mitpatienten schätzte sie sehr und erzählt, dass sie immer noch Freundschaften aus dieser Zeit hat.

Dorothee Funk beschreibt, dass die Tage in der Reha mit sechs bis acht Therapien relativ voll waren. Zu den einzelnen Therapien wurde sie von einer Fachkraft oder Mitpatienten begleitet, da die Fortbewegung für sie beschwerlich war. Besonders schätzte sie die handwerklichen und künstlerischen Therapien wie Körbe flechten oder malen. Dorothee Funk erzählt, dass sie aus der Reha vor allem Selbstständigkeit und Freiheit mitgenommen hat, so dass sie wieder einigermaßen am Leben teilnehmen kann. Nach zwei Jahren möchte sie gern wieder eine Rehabilitation in Anspruch nehmen. Dort möchte sie lernen, am Stock zu gehen.

Das Interview wurde im Sommer 2014 geführt.

Dorothee Funk freute sich immer auf die Therapiestunden, weil die Therapeuten auch seelisch mit einem verbunden waren.

Dorothee Funks Reha wurde mehrmals um 2 Wochen verlängert. Sie fühlte sich in der Reha mehrfach wie auf gepackten Koffern.

Dorothee Funk hat im Sozialarbeiter der Reha-Klinik eine große Unterstützung gefunden. Er half ihr bei den Formularen und nahm ihr Wege ab.

Dorothee Funk malte in der Reha zum ersten Mal in ihrem Leben ein Bild.

Dorothee Funk fand, dass ihr das Gesprächsangebot nicht helfen konnte, weil sie keine psychischen Probleme hatte.

Dorothe Funk hatte Spaß an den handwerklichen Angeboten und flocht während der Reha fünf Körbe.

Dorothee Funk hat auch nach der Reha noch Kontakt zu Mitpatientinnen.

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