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Birgit Voigt erklärt das Vorgehen beim Stomaschwimmen und der Stomasauna. Sie hat auch dank der Mitpatienten in der Reha einen guten Umgang mit dem Stoma gefunden.

Sie hatten das spezielle Stomaschwimmen und die Stomosauna erwähnt.
Ja.
Inwiefern ist das speziell?
Weil da nur Stomapatienten sind. Also da geht kein anderer Patient mit rein. Beim Stomaschwimmen, das macht ein Physiotherapeut, also ganz normal, wie das halt die Wassergymnastik von einem normalen Therapeuten gemacht wird. Der passt halt speziell auf bei neuen Patienten, dass sie nicht zu sehr die Bauchmuskulatur belasten. Dass zum Beispiel die Arme oder so, ja, da gibt es verschiedene Sachen, die man da schon machen kann, auch nach der Operation. Und im Wasser ist ja sowieso, dass der Bauch entlasteter ist, wie wenn er draußen steht, der Patient. Da ist ja der Bauch doch bisschen angespannter wie wenn er im Wasser ist.
Und bei der Stomasauna ist es so, dass dort immer die Stomatherapeutin mit reingeht, wenn jemand Angst hat, der Beutel geht ab oder was auch immer. Dass immer jemand da ist. Und dass man wirklich keine Angst haben muss da reinzugehen. Also das war, ist speziell dort in der Klinik so gewesen und das fand ich eben sehr angenehm.
[...]
Ich habe das selber erlebt als neuer Stomapatient. Also 2000 war ich das erste, war ich das zweite Mal dort in der Reha, dort in [Ort] und habe das erste Mal ein Stoma gehabt, während der Reha. Und habe das dort eigentlich als Patient das erste Mal erlebt. Und muss sagen, von da an hatte ich eigentlich keine Angst mehr gehabt. Ob Wasser, obwohl, Angst vor dem Stoma hatte ich selber überhaupt nicht. Weil es war für mich eine Erlösung. Wenn ich jetzt Darmkrebspatient bin und krieg heute gesagt, ich werde morgen operiert, kriege ein Stoma, bricht eine Welt zusammen. Aber ich konnte mich ja wochenlang darauf vorbereiten und konnte mich damit befassen. Ich war vorher hier in so einer Gruppe, wie jetzt hier oben ist, und habe mit denen gesprochen und habe mich wirklich kundig gemacht. Und habe zum Beispiel auch während der Reha davor schon Stomapatienten kennengelernt. Wir waren unterwegs gewesen, die normalen Crohnpatienten sind aus dem Auto ausgestiegen: „Wo ist das nächste Klo?“ Die Stomapatienten standen dort: „Ja, macht mal. Wir warten hier.“ Also es war, da habe ich erstmal gesehen, was überhaupt möglich ist oder dass man damit leben kann und dass es weitergeht. Es war schon wichtig.

Gastroenterologische Rehas bei Morbus Crohn

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