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Anna Lange konnte ihre körperliche Veränderung im Spiegel lange nicht sehen.

Man hat mir später durchaus erklärt, was zum Beispiel eine Körperschemastörung ist. Was das für Verzerrungen in der Wahrnehmung mit sich bringt. Aber, dass sich das auch einfach dann entwickelt, ohne dass man diesen Übergang merkt. Von dem Tag, an dem man in den Spiegel schaut, und noch den normalen Menschen gesehen hat, und von dem Tag, an dem man in den Spiegel schaut, und da sieht dieses hohläugige Wesen einem zurück. Und das ist aber für dich selbst trotzdem dasselbe Bild. Das ist noch derselbe Mensch. Und ich sehe dieses Hohle nicht. Und ich sehe diese Magerkeit nicht. Wie sich das entwickeln kann, das ist wirklich bestürzend heute. Und so war es aber bei mir. […]
Also definitiv war ich damals noch nicht so weit, dass ich im Spiegel die magere, junge Frau gesehen habe, die ich war. Die habe ich nicht gesehen. Damals noch nicht. So ein Jahr, eineinhalb Jahre später fing das an, dass ich auf einmal im Spiegel gesehen habe, dass ich wirklich sehr dünn bin.

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