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Portrait

Die Erfahrungen von Sven Franke

Symptomatische Epilepsie (Hirntumor), einfach fokale Anfälle, sekundär generalisierte Anfälle

Sven Franke ist 21 Jahre alt und studiert Maschinenbau und Industriemechanik. Mit 18 Jahren hatte er seinen ersten epileptischen Anfall. Die Ärzte stellten daraufhin einen Tumor in seinem Gehirn fest, der nach einem Jahr operativ entfernt werden konnte. Die OP verlieft erfolgreich und Sven Franke ist seither anfallsfrei. Demnächst wird er auch die letzten Medikamente absetzen.

Sven Franke besuchte die 12. Klasse, als der erste Anfall in Form eine Grand-mal Anfalls überraschend auftrat. In der anschließenden Untersuchung wurde ein Tumor in seinem Gehirn entdeckt. Sven Franke schildert, dass diese Diagnose sein Leben von einem Tag auf den anderen grundlegend veränderte. Plötzlich schien die Zukunft unklar, und er wusste nicht, wie sehr die Erkrankung sein Leben einschränken würde.

Sven Franke beschreibt, dass es zunächst zu widersprüchlichen Aussagen seitens der Ärzte gekommen sei, ob der Tumor operativ entfernt werden kann oder nicht, und zuerst versucht wurde, ihn medikamentös einzustellen. In den darauffolgenden Wochen erlebte er trotz der Medikamente, täglich eine Vielzahl fokaler Anfälle und auch zwei weitere Grand-mal Anfälle. Dennoch versuchte er sich, trotz der erschütternden Diagnose nicht zurückzuziehen. Er schloss die 12.Klasse ab, spielte weiterhin im Handballverein und versuchte seine Freizeit möglichst so zu gestalten wie zuvor.

Ein Jahr später erhielt Sven Franke die Mitteilung, dass eine Operation doch möglich ist. Er entschied sich für die Operation und schildert, dass er nie daran zweifelte, dass alles gut gehen würde. Der Tumor konnte vollständig entfernt werden und stellte sich als gutartig heraus. Mit der Operation endeten auch die Anfälle. Zwar nimmt Sven Franke noch Medikamente, aber bald sollen auch diese abgesetzt werden.

Kurz vor der Operation schrieb Sven Franke sein Abitur und begann ein Jahr später sein Studium, dass er ohne Einschränkungen machen kann.

Besonders geholfen hat Sven Franke die Unterstützung seiner damaligen Freundin und seiner Familie, auch wenn es oft nicht einfach war zu erleben, wie sehr seine Erkrankung auch ihnen zu schaffen machte.

Sven Franke schildert, dass er froh sei über die Erfahrungen, die er durch die Erkrankung gemacht habe, auch wenn es eine sehr schwere Zeit für ihn war. Er weiß, dass er großes Glück hatte, dass alles so gut ausging und erzählt, dass er sein Leben heute viel mehr zu schätzen wisse und sich auch mehr Gedanken über den Umgang mit sich und anderen Menschen mache.

Das Interview wurde im Frühjahr 2012 geführt.

Alle Interviewausschnitte von Sven Franke

Für Sven Franke war es sehr hilfreich, dass seine damalige Freundin ihm erst später von ihren Ängsten erzählte.

Sven Franke erzählt, dass es vor der geplanten Operation nicht möglich war, sich auch um die Ängste seiner damaligen Freundin zu kümmern.

Sven Franke wollte andere nicht mit seinen Problemen belasten.

Sven Franke versucht, den anderen die Angst zu nehmen.

Sven Franke kann mit seinem Neurologen sehr gut über sein Leben reden.

Für die Entscheidung zur Operation nahmen sie die Ärzte bei Sven Franke sehr viel Zeit

Bei Sven Franke verkrampfte sich die Zunge immer wieder für einige Sekunden.

Sven Franke konnte keinen Zusammenhang zwischen einer Situation und dem Auftreten der fokalen Anfälle feststellen.

Sven Franke wartet sicherheitshalber trotz Anfallfreiheit nach der OP noch bis zum Ende seiner Ausbildung, bis er die Medikamente absetzt.

Sven Franke fand im Internet nur Schlimmstes über seinen Tumor, fand es aber hilfreich, die Arztbriefe zu studieren

Für Sven Franke war es sehr hilfreich, dass seine Familie seine Entscheidung mittragen konnte.

Sven Franke schildert die OP-Vorbereitungen.

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