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Portrait

Die Erfahrungen von Christian Voss

Epilepsie unbekannter Ursache, komplex-fokale Anfälle, sekundär generalisierte Anfälle.

Christian Voss ist 36 Jahre alt. Er erlebte seinen ersten epileptischen Anfall bereits im Alter von drei Monaten. Derzeit ist er ledig und wohnt in einem Wohnhaus, in dem auch seine Mutter eine Wohnung hat. Er hat eine Ausbildung zum Kaufmann für Bürokommunikation abgeschlossen und arbeitet als Bote in einem Unternehmen.

Die Epilepsie begleitet Christian Voss bereits seit dem Säuglingsalter. Die Ursache ist bis heute unbekannt. Christian Voss erzählt, dass in seiner Kindheit bei ihm mehrere verschiedene Medikamente ausprobiert wurden, die als Nebenwirkung unter anderem Aggressivität, Müdigkeit und Gewichtszunahme bewirkten. Die Anfälle blieben manchmal begrenzt, gingen dann aber häufig in Grand Mal Anfälle über.

Christian Voss schildert, dass er manchmal durch ein Vorgefühl vor einem Anfall gewarnt wird oft aber auch von ihnen regelrecht überrumpelt wird.

Als Schüler besuchte Christian Voss eine Integrationsklasse mit behinderten und nicht-behinderten Kindern, in der er sich sehr wohl fühlte. Er berichtet von einem guten Zusammenhalten in der Klasse, wodurch er auch mit gelegentlichen Hänseleien anderer Kinder gut fertig wurde. Mit einigen Klassenkameraden ist er noch immer befreundet.

Nach dem Schulabschluss begann Christian Voss eine Ausbildung zum Kaufmann für Bürokommunikation. Er schildert, dass er während dieser Zeit unter großem Stress stand und Mobbing erlebte, wodurch die Anfälle häufiger auftraten. Trotz der vielen Anfälle schloss er erfolgreich ab und arbeitet inzwischen als Bote in einem Unternehmen, in dem er sich sehr wohl fühlt. Seine Kollegen sind über die Erkrankung informiert und helfen ihm, die Arbeit möglichst sicher für ihn zu gestalten.

Christian Voss schildert, dass er mit seinem jetzigen Antiepileptikum kaum noch unter Nebenwirkungen leidet und dass er das Medikament als Teil seines Alltags akzeptiert hat. Die Zeitabstände zwischen den Anfällen sind mittlerweile auf mehrere Jahre angewachsen.

Zu seiner Familie hat Christian Voss eine sehr enge Bindung. Eine große Rolle spielt für ihn seine Mutter, die er als sein Rückgrat während der Ausbildungszeit beschreibt. Auch in seinem Freundeskreis fühlt er sich sehr wohl, dort findet er auch immer Unterstützung und Hilfe bei alltäglichen Problemen.

Christian Voss beschreibt, dass ihm der offene Umgang mit seiner Erkrankung sehr wichtig ist.

In seiner Freizeit versucht er aktiv zu bleiben, weswegen er seit vielen Jahren im Judoverein ist und dort auch andere Menschen mit Behinderung betreut. Darüber hinaus hat er lange Zeit bei einer Epilepsievereinigung aktiv mitgearbeitet.

Das Interview wurde im Sommer 2012 durchgeführt.

Alle Interviewausschnitte von Christian Voss

Christian Voss sucht je nach Problem einen ambulanten Neurologen oder den Neurologen der Epilepsieklinik auf.

Christian Voss informiert sich im Internet und in einer Epilepsie-Zeitschrift, um seine neuen Informationen mit den Ärzten zu diskutieren

Christian Voss wird von allen Kollegen am Arbeitsplatz unterstützt, so dass die Gefahren minimiert sind

Christian Voss hat sich zu den möglichen Wirkungen von homöopathischen Medikamenten schlau gemacht.

Christian Voss trainiert als Ausgleich zur Büroarbeit im Judo

Christian Voss nimmt immer jemanden mit zum Schwimmen.

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