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Die Erfahrungen von Annika Meier

Portrait Symptomatische Epilepsie, tonisch-klonische Anfälle.

Annika Meier ist 31 Jahre alt und lebt mit ihrem Lebenspartner und ihrem sechsjährigen Sohn zusammen. Ihren ersten Grand Mal Anfall hatte sie mit 16 Jahren. Als Ursache wurde eine Zyste in ihrem Gehirn festgestellt, die operativ entfernt wurde. Seit einiger Zeit ist sie anfallsfrei. Annika Meier ist gelernte Speditionskauffrau und würde gerne in Teilzeit wieder in ihrem Beruf arbeiten.

Annika Meier schildert, dass ihr erster Anfall nachts auftrat und ihre Eltern versuchten, ihr zu helfen. Nach diesem einschneidenden Ereignis folgten Untersuchungen, bei denen eine Zyste im Gehirn festgestellt und operativ entfernt wurde. Danach lebte Annika Meier zunächst mit Medikamenten anfallsfrei. Allerdings tauchten sie ein paar Jahre später wieder auf, als Annika Meier bereits von zu Hause ausgezogen war. Daraufhin wurden die Medikamente umgestellt, was sich als schwierig erwies. Immer wieder musste Annika Meier wechseln und sich auf neue Nebenwirkungen einstellen.

Schließlich wurde sie stationär auf neue Medikamente eingestellt, was ihr wieder einige Jahre Ruhe verschaffte. Erst während ihrer Schwangerschaft vor sechs Jahren kam es dann erneut zu Anfällen. Annika Meier erzählt, dass ihr daraufhin eine erneute Operation vorgeschlagen wurde. Kurz nach dieser Operation traten wieder Anfälle auf, was sie als Rückschlag erlebte, der sie zunächst beunruhigte. Seit einer erneuten Medikamentenumstellung ist sie anfallsfrei. Im Nachhinein ist Annika Meier froh, sich für die Operation entschieden zu haben.

Als eine ihrer größten Belastungen schildert Annika Meier, dass sie nicht allein Auto fahren darf, da es für sie anstrengend ist, ihre Familie immer wieder um Hilfe bitten zu müssen. Was sie ebenfalls sehr belastet, ist, wenn ihr Sohn Anfälle miterlebt, da er sehr ängstlich reagiere und sich Sorgen mache. Auch die Trennung von ihrem Kind durch stationäre Aufenthalte zur Einstellung der Medikamente sind sehr schwierig für sie gewesen.

In ihrer Tätigkeit als Speditionskauffrau war Annika Meier zunächst durch ihre Anfälle nicht belastet, da diese nur in den Abendstunden auftraten. Allerdings bemerkte sie nach der zweiten Operation Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme, durch die sie ihrer Arbeit nicht mehr nachkommen konnte. Gerne würde sie in heute in Teilzeit arbeiten und sie stellte einen entsprechenden Rentenantrag.

Die Auseinandersetzung mit den Behörden, die für die Rentenanträge zuständig sind, schildert Annika Meier als äußerst problematisch. Inzwischen wird sie von einer Anwältin unterstützt, die ihr hilft, ihr Anliegen umzusetzen.

Für Annika Meier ist es sehr wichtig, Freunden und Kollegen gegenüber offen mit dem Thema Epilepsie umzugehen und sie darüber zu informieren, wie sie ihr im Falle eines Anfalls helfen können. Sie schildert, dass sie die Epilepsie als etwas empfindet, was zu ihrem Leben dazu gehört. Sie habe gelernt mit ihr zu leben, hoffe aber in Zukunft anfallsfrei zu bleiben.

Das Interview wurde im Frühjahr 2012 geführt.

Alle Interviewausschnitte von Annika Meier

Annika Meier fiel die Entscheidung zuerst sehr leicht. Dann kamen ihr Bedenken.

Annika Meier war erst enttäuscht, als wieder Anfälle auftraten. Momentan sieht die Situation gut aus.

Der Sohn von Annika Meier reagiert sehr besorgt, wenn er befürchtet, dass ein Anfall auftritt.

Annika Meier bekam den ersten Anfall im Schlaf

Annika Meier schildert, wie ihr Langzeit-EEG mit Überwachung und Video-Aufnahme ablief

Für Annika Meier ist das Fahrverbot die unangenehmste Folge der Epilepsie

Annika Meier verzichtet auf einige Aktivitäten außer Haus.

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