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Die Erfahrungen von Alexandra Ludwig

Portrait Epilepsie unbekannter Ursache, einfach fokale Anfälle, komplex-fokale Anfälle, sekundär generalisierte Anfälle.

Alexandra Ludwig ist 38 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Töchter. Ihren ersten Anfall hatte sie vor sechs Jahren im Schlaf. Es wurde eine Epilepsie mit komplex-fokalen Anfällen diagnostiziert und sie erhielt eine entsprechende Medikation. Nachdem zwischenzeitlich noch einmal einfach-fokale Anfälle auftraten, ist sie inzwischen seit einem halben Jahr anfallsfrei. Alexandra Ludwig arbeitet als diplomierte Sozialpädagogin gerne in ihrem Beruf.

Alexandra Ludwig erzählt, dass sie ihren ersten Anfall nicht bewusst miterlebte. Ihr Mann weckte sie in der Nacht, weil sie am ganzen Körper zitterte und nicht ansprechbar war. Aus Sicherheitsgründen ging sie am nächsten Tag in eine Klinik, um sich untersuchen zu lassen. Vor dieser Untersuchung hatte sie einen weiteren Anfall. In der Folge wurde eine Epilepsie mit komplex-fokalen Anfällen diagnostiziert.

Trotz Medikation hatte sie in den folgenden zweieinhalb Jahren etwa alle drei Monate komplex-fokale Anfälle. Eine Erhöhung der Medikamentendosis brachte ihr wiederum zweieinhalb Jahre Ruhe vor den Anfällen. Zu Beginn des letzten Jahres traten dann einfach-fokale Anfälle auf, die sich durch ein sich über den Körper erstreckendes Kribbeln kennzeichneten. Da sie zuvor einen Medikamentenwechsel vollzogen hatte, wurde auch hier die Dosis erhöht. Seit einem halben Jahr ist sie nun anfallsfrei.

Alexandra Ludwig vermutet, dass sie schon vor dem nächtlichen Ereignis, welches schließlich die Diagnose brachte, Anfälle hatte, diese aber nicht als solche identifiziert habe.

Alexandra Ludwig schildert, dass um den Ursprung der Epilepsie spekuliert wurde, es aber bis heute bei Vermutungen dazu blieb. Ihr ist aufgefallen, dass die Anfälle bei ihr durch starke Lichtreflexe, Stress und Schlafmangel ausgelöst werden können. Diese Erkenntnis bewog sie dazu, sich beruflich neu zu orientieren und eine Stelle anzunehmen, die sie weniger anstrengt. Sie vermutet, dass sie vielleicht in einen Burnout gerutscht wäre, wenn die Anfälle nicht bemerkt worden wären, da sie sich beruflich sehr verausgabt habe.

Alexandra Ludwig wehrte sich zunächst dagegen, die Diagnose Epilepsie anzunehmen und sich mit den Anfällen auseinander zu setzen. Heute bemerkt sie, dass sie durch die Epilepsie ruhiger geworden ist und ihre Entscheidungen in Lebensfragen mehr abwägt als früher.

Alexandra Ludwig schildert, sie habe damit zu kämpfen, dass dadurch, dass ihre Anfälle nicht so stark sind und sie in ihrem Alltag wenig einschränken, die Menschen teilweise mit Unverständnis reagierten. Doch hat ihr der Rückhalt ihrer Familie und Freunde in allem immer Kraft gegeben. Sie wünscht sich, in der Zukunft anfallsfrei zu bleiben.

Das Interview wurde im Frühjahr 2012 geführt.

Alle Interviewausschnitte von Alexandra Ludwig

Alexandra Ludwig bekommt in ihren Anfällen fast alles mit, kann aber nicht sprechen

Alexandra Ludwig gönnt sich seit den Anfällen mehr Auszeiten und vermindert die Belastungen

Alexandra Ludwig beobachtete, dass Anfälle durch Lichteffekte ausgelöst wurden

Alexandra Ludwig sog am Anfang alle Information auf, fand sie aber auch verwirrend

Alexandra Ludwig fand ein Hörspiel, anhand dessen sie mit ihren Töchtern über ihre Anfälle sprach.

Für Alexandra Ludwig war es sehr unangenehm, einen Anfall in einer Leitungsrunde zu haben

Alexandra Ludwig bekam zu hören, sie habe ihre Anfälle selbst durch Aufladen von zuviel Stress verschuldet

Für Alexandra Ludwig stellten sich mit der Diagnose viele brennende Fragen, wie sie sich auf ihr Leben auswirken würde

Alexandra Ludwig reicht es, mit ihrem Mann und Freunden über die Dinge zu reden, die sie bei ihrer Krankheit bewegen.

Alexandra Ludwig verträgt ihre Medikamente glücklicherweise ohne Nebenwirkungen.

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