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Einstellung zum Leben mit Diabetes

Eine chronische Krankheit verändert das Leben. Sie ist nicht heilbar und muss zumeist lebenslang behandelt werden. Die Behandlung muss in den Alltag eingepasst werden und die Behandlung muss zum Alltag werden - das ist nicht immer leicht. Auch die Vorstellung, nun für immer „krank“ zu sein, kann ungewohnt oder belastend sein - gerade wenn man sich gar nicht unbedingt krank fühlt.

Sebastian Bayer kann sich bisher nicht damit abfinden, dass der Diabetes eine lebenslange Krankheit ist.

Obwohl sein Arzt ihn darüber aufklärte, dass der Diabetes eine chronische Krankheit ist, will Johannes Meyer nicht ausschließen, dass er nach einer Gewichtsreduktion auch seinen Diabetes los ist.

Thomas Möller fiel es gerade am Anfang schwer, seine Krankheit zu akzeptieren. Auch wenn er sich heute damit abgefunden hat, fühlt er sich aber nicht als Kranker.

Bei einigen unserer Interviewpartner gab es Wendepunkte, die zu einem Umdenken und einem anderen Verhalten (nicht nur) der Krankheit gegenüber führten.

Nach dem Tod der Schwiegermutter bemerkte Monika Kramer, dass sie sich selbst lange vernachlässigt hatte.

Antonia Winkler erlebte den Herzinfarkt des Vaters als einen Wendepunkt.

Sedat Gencay erlebte seinen eigenen Herzinfarkt als Wendepunkt. Bis dahin hatte er den Diabetes nicht als Krankheit gesehen.

Einige berichten, dass die eigene Einstellung zur Krankheit eine bedeutende Rolle spielt.

Kurt Bröcker hat die Erfahrung gemacht, dass Disziplin eine wichtige Voraussetzung für das Leben mit Diabetes darstellt.

Regina Mosbach findet, dass man aus seinen Fehlern lernt. Auch wenn man die Krankheit akzeptiert, kann man nicht immer alle Regeln und Verbote einhalten.

Hannah-Maria Berenz findet, dass man wegen der Diagnose Diabetes nicht in Panik verfallen muss. Sie versucht ihr Leben weiter zu genießen.

Monika Kramer begreift den Diabetes als Chance, in ihrem Leben etwas zu ändern.

Anderen fällt es leichter, sich mit ihrem Diabetes abzufinden, wenn sie ihn mit anderen Krankheiten vergleichen. 

Renate Hoffmann findet die Vorstellung, Krebs zu haben, schlimmer als mit Diabetes zu leben. Sie vermutet außerdem, dass sie mit dem Diabetes mehr Probleme hätte, wenn sie jünger wäre.

Horst Opitz leidet nicht so sehr unter seinem Diabetes. Für ihn ist aber die Vorstellung schlimm, die Krankheit schon als Kind zu haben und spritzen zu müssen.

Manche sind der Meinung, dass man sich nicht zu intensiv mit dem Diabetes beschäftigen sollte, weil die Krankheit dadurch so sehr in den Mittelpunkt des Lebens rückt.

Peter Busch betrachtet Diabetes als „Volkskrankheit“ und will sich dadurch nicht verrückt machen lassen. Er geht auch eher großzügig mit Sport- und Diät-Empfehlungen um.

Holger Schneider möchte sich durch das Grübeln über den Diabetes und die Folgen nicht die Laune verderben lassen, sondern sein Leben – auch mit Diabetes – genießen.

Karl-Heinz Fischer  fühlt sich zwar gesund, wird aber immer wieder an die Krankheit erinnert.

Regina Mosbach hat die Erfahrung gemacht, dass es beängstigend werden kann, wenn man sich zu intensiv mit dem Diabetes auseinander setzt.

 

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