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Sebastian Bayer suchte zunächst nach psychischen Gründen für das Schwinden seiner Libido. Er will zudem den Zusammenhang zu seinem Diabetes ergründen.

Was ich, was also auch ein Problem war, was meine Ehe damals noch belastet hat, also für mich belastet hat, aber jetzt letztendlich meine Frau auch. Wir haben nur ein paar mal darüber gesprochen, war also, sag ich mal, eine stark nachlassende Libido. Die ich dann irgendwann, musste ich halt mal feststellen, dass ich also Errektionsstörungen bekam. Ich hab dann also einen Urologen aufgesucht. Der hat mich untersucht, hat gesagt: organisch ist bei Ihnen alles in Ordnung. Wie sieht es denn im psychischen Bereich aus?
Ich sag mal das war so wieder, fing so 2004 an, 2005. Wo also viele Dinge des immer wiederkehrenden Alltages, beruflich wie aber auch privat, mir dermaßen zusetzten, weil ich mich eben nicht leistungsfähig und widerstandfähig gegenüber gewissen Dingen fühlte. Die mir also so stark zusetzten, dass ich dann irgendwann gesagt hab, na ja, diese Errektionsstörung hat dann halt psychische Gründe. Nein. Ist es aber nicht. Also ich habe mittlerweile wieder eine Beziehung. Und wo ich also feststelle, dass das weiterhin der Fall ist. Mir geht es psychisch gut, sehr gut. Ich sag mal, bis auf gewisse Dinge, wie, wenn man jetzt halt einen Angehörigen verliert. Also es kommen immer wieder halt mal Memories, Erinnerungen oder so, wo man sagt: ist ja nicht so pralle. Aber mir geht es psychisch gut. Für mich irgendwie kein Anlass, dass sich da so diabetesmäßig irgendwas verändert. Auch das werde ich mit dem Internisten und Diabetologen dann besprechen. Und ich sage mal, also bei dem Fortschritt auch der Gerätemedizin, die wir haben in der Zeit, in der wir leben, muss es einfach möglich sein, nicht nur Oberfläche, sondern in dem Moment auch richtig mal sonographisch eben zu messen. Sind es jetzt organische Ursachen oder sind es psychische Ursachen? Und wenn es organische Ursachen sind, ist es eine Veränderung der Gefäße, die von einem Diabetes herkommt?
So. Also dieser Sache gehe ich auf den Grund. Aber ich muss sagen, für einen Mann ist das, sehr erschreckend. Also, ich fühle mich selber nicht zu dieser naiven Sorte gehörig, wo ich sage, also ich fühle mich einfach nicht mehr als Mann oder als vollwertiger Mann, weil ich jetzt den Geschlechtsakt nicht so ausüben kann in der Länge oder auch Variationen wie ich es gerne hätte. Also ich sag mal, ich kenne da aus meinem Leben so zwei, drei männliche Wesen, für die hat sich das Leben schlagartig geändert. Und zwar nicht zum Positiven hin. Also, das ist bei mir also nicht der Fall. Muss ich ganz ehrlich sagen. Trotzdem will ich jetzt der Sache auf den Grund gehen.

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