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Portrait

Die Erfahrungen von Sebastian Bayer

Sebastian Bayer ist zum Zeitpunkt des Interviews 46 Jahre alt, lebt in einer Partnerschaft und hat zwei Kinder aus seiner früheren Ehe. Er arbeitet in einem größeren Unternehmen als technischer Sachbearbeiter. Als die Diagnose „Diabetes Typ 2“ gestellt wurde, war er 44 Jahre alt. Zur Behandlung des Diabetes nimmt er Tabletten.

 

Sebastian Bayer vermutet, dass er schon zehn Jahre vor der Diagnose Diabetes hatte. ( ) In dieser Zeit litt er häufig unter Müdigkeit und Lustlosigkeit, war leicht reizbar und ungeduldig. Heute deutet er diese Stimmungen als Symptome des Diabetes. Zeitweise litt er sehr heftig darunter, was schließlich dazu führte, dass er sich von seiner Familie trennte. ( ) Es beschäftigt Herrn Bayer, dass die späte Diagnose einen so schwerwiegenden Einfluss auf sein Leben hatte. Die Diagnose selbst war für ihn ein Schock. In der ersten Zeit danach hielt er sich zwar an die Therapie, setzte sich aber nicht weiter mit der Krankheit auseinander. ( ) Nachdem er bei seinem Vater, der auch Diabetes hatte, eine schwere Unterzuckerung miterlebte, begann er, sich über das Internet und Bücher ausführlich zu informieren. Inzwischen nimmt Herr Bayer den Diabetes sehr ernst, auch weil er bei sich Folgeerscheinungen wie die Beeinträchtigung der Sexualität erlebt. ( ) Er hat sich ausführlich mit dem Thema Ernährung auseinander gesetzt und dabei festgestellt, dass er kohlenhydratreiche Lebensmittel – zum Beispiel auch Bier – nicht verträgt. ( ) So hat er seine Ernährung auf seine eigene Weise umgestellt und es geht ihm damit gut. Herr Bayer hat auch angefangen, Sport zu treiben. Er besucht ein Fitnessstudio, in dem er sich gut betreut fühlt und sich mit anderen Trainierenden austauscht, die meist auch aus gesundheitlichen Gründen Sport machen. ( ) Bei Ernährung und Sport hat er zwar auch das Ziel, abzunehmen, denn er hat 30 kg Übergewicht. Doch er hält es nicht für sinnvoll, in kurzer Zeit sehr viel abzunehmen und sich dabei an Werten wie dem Body-Mass-Index zu orientieren. In zwei Jahren möchte er gerne Normalgewicht erreicht haben. Herr Bayer hofft, durch Sport und gute Ernährung irgendwann ohne Medikamente auszukommen, denn es fällt ihm immer noch schwer, zu akzeptieren, dass der Diabetes ihn sein Leben lang begleiten wird. ( ) Eine große Stütze bei der Auseinandersetzung mit dem Diabetes ist seine Partnerin, die selbst einen Typ 1 Diabetes hat. ( )

 

Das Interview wurde zu Anfang des Jahres 2009 geführt.

 

Alle Interviewausschnitte von Sebastian Bayer

Sebastian Beyer wollte zunächst nichts über seine Krankheit wissen. Informationen aus dem Internet helfen ihm dabei, seinen eigenen Diabetes-Leitfaden zu entwerfen.

Das Vertrauen in die Medizin ist bei Sebastian Bayer geschwunden. Er kümmert sich nun selbst um seine Gesundheit und hört stärker auf seinen Körper.

Sebastian Bayer möchte nicht, dass an seinem Arbeitsplatz bekannt wird, dass er Diabetes hat und ist vorsichtig gegenüber Kollegen

Sebastian Bayer nimmt Glimepirid. Er hat die Dosierung selbst herabgesetzt, ohne seiner Ärztin davon zu erzählen.

Sebastian Bayer möchte seinen Körper mit Hilfe eines Diagnosegerätes und Teststreifen besser kennenlernen. Es macht ihn wütend, dass er dies selbst zahlen soll.

Sebastian Bayer findet das DMP zwar gut, kennt aber auch andere Meinungen dazu.

Sebastian Bayer tauscht sich mit anderen Diabeteserkrankten über die von seinem Arzt durchgeführten Untersuchungen aus. Er betrachtet dessen Vorgehensweise kritisch.

Sebastian Bayer kann sich bisher nicht damit abfinden, dass der Diabetes eine lebenslange Krankheit ist.

Sebastian Bayer hat jetzt eine Partnerin mit Diabetes mellitus Typ 1 hat. Seitdem hat sich sein Umgang mit der Krankheit verändert.

Sebastian Bayer suchte zunächst nach psychischen Gründen für das Schwinden seiner Libido. Er will zudem den Zusammenhang zu seinem Diabetes ergründen.

Sebastian Bayer ist sich im Nachhinein sicher, dass er eigentlich schon zehn Jahre vor der Diagnose Diabetes hatte.

Sebastian Bayer erzählt von den Problemen im Berufsleben, die er auf den Diabetes zurückführt.

Sebastian Bayer erfuhr, dass kohlenhydrathaltige Lebensmittel müde machen.

Im Nachhinein plagen Sebastian Bayer Selbstvorwürfe, dass er nicht selbst dazu beigetragen hat, dass der Diabetes eher erkannt wurde.

Nach langem Überlegen meldete sich Sebastian Bayer im Fitnessstudio an. Durch die Bewegung reduzierte sich sein Langzeitzuckerwert.

Sebastian Bayer beschreibt die Diagnose als Schock.

Wenn Sebastian Bayer Bier trinkt, geht es ihm am nächsten Tag schlechter als „nur“ mit einem Kater. Das führt er darauf zurück, dass er wegen des Diabetes kohlenhydratreiche Lebensmittel nicht verträgt.

Sebastian Bayer erreichen die Worte seiner Ärztin zunächst nicht.

Sebastian Bayers Ärztin empfahl ihm die Diabetessprechstunde.

Obgleich er den Diabetes eine schleichende Krankheit ohne Symptome erlebt, kennt Sebastian Bayer mögliche Folgeerkrankungen.

Der unerkannte Diabetes von Sebastian Bayer hatte auch Einfluss auf sein Privatleben.

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