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Portrait

Die Erfahrungen von Renate Hoffmann

Renate Hoffmann ist zum Zeitpunkt des Interviews 71 Jahre alt. Sie ist verheiratet, hat eine Tochter und zwei Enkelkinder. Ihr Diabetes wurde festgestellt, als sie 60 Jahre alt war. Eine Zeit lang hat sie zur Behandlung ihre Ernährung umgestellt. Nach einigen Jahren bekam sie Tabletten, die sie bis heute einnimmt.

 

Renate Hoffmann findet es wichtig, sich um ihren Diabetes zu kümmern und die Verantwortung dafür zu übernehmen. Sie befürchtet, einmal unter Folgeerkrankungen zu leiden und hat Angst davor, insulinpflichtig zu werden. Deswegen macht sie sich viele Gedanken über den richtigen Umgang mit dem Diabetes. Sie kann es nicht verstehen, dass manche Menschen sich weniger darum sorgen und hält es für Selbstbetrug, wenn sich zum Beispiel jemand beim Essen nicht zurückhält und dafür mehr Insulin spritzt. ( )

Frau Hoffmann hat eine Ernährungsschulung besucht und nimmt das, was sie dort gelernt hat, sehr ernst. Sie achtet darauf, fettfrei zu kochen, auch weil ihr Mann vor 20 Jahren einen Herzinfarkt hatte. Doch manchmal muss man „sich mal etwas gönnen können“ und beim Essen findet Frau Hoffmann es wichtig, nicht zu streng zu sein. Auch mit der Vorsorge vor Folgeerkrankungen ist sie sehr gründlich. Besonders um ihre Füße kümmert sie sich, denn sie hat Angst davor, im schlimmsten Fall einen Fuß zu verlieren.

Über ihren Diabetes spricht Frau Hoffmann selten, weil sie das Gesprächsthema „Krankheiten“ nicht mag. Außerdem ist sie der Meinung, dass der Diabetes ihre Sache ist und sie damit alleine zurechtkommen muss. Alles in allem empfindet sie den Diabetes nicht als Belastung, obwohl sie sich natürlich deswegen beim Essen viele Gedanken machen muss. Eher ist sie froh, dass sie den Diabetes nicht in jungen Jahren bekam, als sie noch das ganze Leben vor sich hatte. ( )

 

Das Interview wurde im Frühjahr 2009 geführt.

 

Alle Interviewausschnitte von Renate Hoffmann

Renate Hoffmann findet die Vorstellung, Krebs zu haben, schlimmer als mit Diabetes zu leben. Sie vermutet außerdem, dass sie mit dem Diabetes mehr Probleme hätte, wenn sie jünger wäre.

Renate Hoffman erachtet es als Selbstbetrug, ungesundes Essen durch Insulinspritzen auszugleichen.

Renate Hoffman hat die Heparinspitzen nach ihrer Knieoperation in schlechter Erinnerung und findet Spritzen generell schlimm.

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