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Portrait

Die Erfahrungen von Regina Mosbach

Regina Mosbach ist zum Zeitpunkt des Interviews 46 Jahre alt. Sie ist verheiratet und hat eine Tochter. Als der Diabetes bei ihr festgestellt wurde, war sie 37 Jahre alt. Seitdem nimmt sie Tabletten zur Einstellung ihres Diabetes.

 

Für Regina Mosbach ist das Schwierigste an ihrem Diabetes, einen ausgeglichenen Umgang damit zu finden, denn die Krankheit macht ihr große Angst. Deswegen ist es ihr sehr wichtig, genau auf ihre Blutzuckerwerte zu achten – doch gerade das macht die Angst größer. ( ) Aus diesem Teufelskreis hat sie zusammen mit ihrem Hausarzt einen Ausweg gefunden: Frau Mosbach führt zuhause kein Diabetes-Tagebuch, sondern kontrolliert gemeinsam mit ihrem Hausarzt alle zwei Wochen den Blutzucker. Diese Abmachung beruhigt sie, weil sie sich von ihrem Hausarzt verstanden fühlt und von ihm ermahnt wird, wenn sie wieder mehr auf den Diabetes achten muss. Für Regina Mosbach ist es wichtig zu wissen, dass sie mit der Sorge um den Diabetes nicht alleine ist. Unterstützung erfährt sie auch von ihrem Mann, der ihr hilft, auf das Essen zu achten. ( ) Und ihre Schwägerin, die Krankenpflegerin war, macht ihr immer wieder Mut, dass sie es schaffen kann, mit dem Diabetes zu leben.

Frau Mosbach hat eine Ernährungsschulung besucht und fand den Austausch mit den anderen sehr gut. Dennoch möchte sie nicht nach Rezepten leben und hält zum Beispiel nichts von Diabetiker-Kochbüchern, weil jeder Körper anders ist und anders auf Nahrung reagiert. Sie möchte lieber selbst ein Gefühl dafür entwickeln, was ihr gut tut oder nicht. Auch dabei unterstützt sie ihr Hausarzt. Regina Mosbach hat die Erfahrung gemacht, dass man den Blutzucker trotz aller Bemühungen nie hundertprozentig im Griff haben kann. Doch im Spazierengehen und Nordic Walking hat sie eine sichere Methode gefunden, ihre Blutzuckerwerte wieder in den Normalbereich zu bringen, bei der sie noch dazu die Natur genießen kann.

Seit einiger Zeit spürt Frau Mosbach ein Kribbeln in den Füßen, wenn sie länger laufen war. Ihr Hausarzt sagt, dass das schon eine Folge des Diabetes sein kann. ( ) Doch Frau Mosbach versucht, gelassen zu bleiben. Sie findet, dass es eine Sache der Einstellung ist, ob man mit dem Diabetes leben kann oder nicht. ( ) Das klappt natürlich nicht immer, aber manchmal kann sie sagen: „Das sind Sachen, die gehören dazu. Ich kann damit leben.“

 

Das Interview wurde im Frühjahr 2009 geführt.

 

Alle Interviewausschnitte von Regina Mosbach

Die Eltern von Regina Mosbach sahen fetthaltiges Essen als gesund an.

Regina Mosbach wird manchmal doof angesprochen, wenn sie walked. Auch ihr Mann nimmt ihr manchmal den Mut. Dennoch rafft sie sich auf und ist hinterher sehr glücklich.

Regina Mosbach hat die Erfahrung gemacht, dass es beängstigend werden kann, wenn man sich zu intensiv mit dem Diabetes auseinander setzt.

Der Mann von Regina Mosbach informiert sich was seine Frau essen darf. Anfangs fehlte ihm das Verständnis dafür, dass sie auf so viele Dinge achten musste.

Regina Mosbach hat den Zusammenhang zwischen ihrem Durchfall und den Tabletten zunächst nicht bemerkt und sich sogar über die Gewichtsabnahme gefreut.

Regina Mosbach gleicht ihren hohen Blutzuckerspiegel mit Walking aus, wenn sie doch einmal gesündigt hat.

Regina Mosbach vertraut ihrem Arzt und erfährt von ihm Unterstützung. Sie kann ihm auch ihren Standpunkt schildern und wird von ihm daraufhin in Ruhe gelassen.

Regina Mosbach wird manchmal von der Angst begleitet, die Ernährungsumstellung nicht zu schaffen. Die Unterstützung durch die Selbsthilfegruppe und ihren Mann halfen ihr.

Regina Mosbach vertraut ihrem Arzt auch an, wenn sie mal „gesündigt“ hat.

Regina Mosbach findet, dass man aus seinen Fehlern lernt. Auch wenn man die Krankheit akzeptiert, kann man nicht immer alle Regeln und Verbote einhalten.

Regina Mosbach ärgert sich darüber, dass die Kosten für Teststreifen erst dann übernommen werden, wenn sich ihr Diabetes verschlechtert.

Regina Mosbach vertraut darauf, dass sie auch mit negativen Folgen und Ereignissen fertig werden wird.

Regina Mosbach findet die regelmäßigen Kontrollen gut, da sie dadurch angehalten wird, etwas für sich zu tun. Angebote aus dem Bonusheft für Sport hat sie ausprobiert, es war aber noch nicht das richtige dabei.

Regina Mosbach bemerkt in ihren Füßen eine beginnende Neuropathie.

Regina Mosbach konnte sich nach und nach an ihre Krankheit gewöhnen.

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