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Die Erfahrungen von Peter Busch

Portrait Peter Busch ist zum Zeitpunkt des Interviews 68 Jahre alt. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und zwei Enkelkinder und ist in Rente. Als der Diabetes festgestellt wurde, war er 57 Jahre alt. Zuerst nahm er Tabletten, inzwischen spritzt er Insulin.

 

Die Diagnose „Diabetes Typ 2“ hat Peter Busch hart getroffen. Er war niemals gerne krank gewesen und hat harmlose Krankheiten meistens ignoriert. ( ) Der Diabetes machte ihm allerdings erst einmal Angst, vor allem weil er Menschen mit Diabetes kannte, denen es nicht gut ging.

Herr Busch steigert sich nicht in die Sorge um den Diabetes hinein, weil er meint, dass man sich erst dadurch krank macht. ( ) Auf seine Ernährung achtet er nicht so genau und er kann sich selten überwinden, sich zu bewegen – obwohl er glaubt, dass es ihm dann besser gehen würde. ( ) Er hat das Gefühl, dass viele Menschen lügen, wenn sie betonen, wie sehr sie sich um ihren Diabetes kümmern. Der Diabetes ist seiner Meinung nach eine heimtückische Krankheit, weil man ihn nicht spürt und deswegen nicht direkt gezwungen wird, seine Lebensweise zu ändern. Herr Busch ist sich sicher, dass er sich anders verhalten würde, wenn er Schmerzen hätte. Doch selbst das Insulinspritzen, gegen das er sich anfangs gewehrt hatte, stört ihn nicht mehr. ( ) Die Folgen des Diabetes hat er allerdings schon zu spüren bekommen: Wunden heilen schlecht und eine nächtliche Unterzuckerung machte ihm Todesangst. ( ) Trotzdem beunruhigt ihn seine Herzerkrankung mehr als der Diabetes.

Sein Hausarzt möchte ihn in eine Diabetesklinik zur Einstellung und Ernährungsschulung schicken, doch Peter Busch hält davon nichts. Dort wird seiner Meinung nach in viel zu kurzer Zeit die gesamte Lebensweise umgestellt und zuhause kann man die Veränderungen dann nicht umsetzen. ( ) Er findet es wichtiger, selbst zu der Einstellung zu kommen, sich um den Diabetes zu kümmern, als „ruckzuck“ umgestellt zu werden.

 

Das Interview wurde im Frühjahr 2009 geführt.

 

Alle Interviewausschnitte von Peter Busch

Peter Busch bemerkt, wie er immer wieder nach neuen Ausreden sucht, um nicht mit Sport anzufangen.

Peter Busch betrachtet Diabetes als „Volkskrankheit“ und will sich dadurch nicht verrückt machen lassen. Er geht auch eher großzügig mit Sport- und Diät-Empfehlungen um.

Peter Busch denkt, dass eine Kur nur eine kurzzeitige Verbesserung bringt.

Peter Busch erhält für die Teilnahme an vierteljährlichen Tests € 120,-.

Peter Busch erlebte in der Nacht nach einer Feier eine schlimme Unterzuckerung. Dabei erlitt er Todesangst.

Peter Busch kann seine Ärztin bei hohen Blutzuckerwerten telefonisch um Rat fragen.

Peter Busch stellt fest, dass sein morgendlicher Blutzuckerspiegel niedriger ist, wenn er abends später gespritzt hat.

Peter Busch war sehr irritiert durch die Diagnose, weil er sein ganzes Leben nie ernsthaft krank war.

Peter Busch weiß, dass er es seiner Frau nicht immer leicht macht.

Peter Busch wollte nicht spritzen. Seine Ärztin konnte ihn von einer Umstellung überzeugen, was er im Nachhinein als richtig erkennt.

Vor allem das Vertrauen ist für Peter Busch wichtig in der Beziehung mit seinem Hausarzt. Er findet es toll, wenn der Arzt seine Meinungen direkt äußert.

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