Sie sind hier: Startseite / Erfahrungsbereiche / Diabetes Typ 2 / Personen / Horst Opitz

Die Erfahrungen von Horst Opitz

Portrait Horst Opitz ist zum Zeitpunkt des Interviews 69 Jahre alt und Rentner. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und fünf Enkelkinder. Als der Diabetes festgestellt wurde, war er 62 Jahre alt. Erst wurde er mit Tabletten behandelt, inzwischen ist er insulinpflichtig.

 

Schon vor 30 Jahren wurde bei Horst Opitz Diabetes festgestellt. Damals stand er mitten im Berufsleben als Koch und ignorierte die Diagnose. Im Nachhinein glaubt er, dass es gar nicht möglich gewesen wäre, im stressigen Arbeitsalltag auf den Diabetes zu achten und zum Beispiel regelmäßig zu essen. Bei einer Routineuntersuchung vor sechs Jahren wurde wieder ein Diabetes bei Herrn Opitz diagnostiziert. Diesmal war er bereit, sich auf den Diabetes einzustellen. Es war auch leichter für ihn, darauf zu achten, weil er inzwischen Rentner war.

Zunächst nahm er über einige Jahre Tabletten. Ende 2008 war er wegen einer anderen Erkrankung im Krankenhaus und bekam dort eine Cortisonspritze, die seinen Blutzucker bedrohlich ansteigen ließ. Der Arzt hatte ihn nicht nach seinem Diabetes gefragt, bevor er ihm die Spritze gab. Einen ganzen Abend lang hat Herr Opitz immer wieder den Blutzucker gemessen und viel Wasser getrunken, um ihn zu senken. Nachts um zwölf traute er sich endlich, schlafen zu gehen. Seitdem ist Herr Opitz insulinpflichtig. Das Spritzen hat er in einer Kurklinik gelernt, in der er sich sehr gut betreut fühlte. Dort wurde ihm auch die Angst vor Unterzuckerungen genommen. Inzwischen kommt er gut zurecht und hat sich daran gewöhnt, sich die Mahlzeiten einzuteilen und zu festen Zeiten zu essen. ( )

Es fällt Herrn Opitz schwer, seine Ernährung umzustellen. Er kocht gerne mit Butter und Sahne, denn als Koch kommt es ihm darauf an, dass das Essen möglichst schmackhaft ist. Deswegen richtet er sich nicht ganz nach den Ernährungsregeln, die er in der Schulung gelernt hat. Eins hat er sich allerdings abgewöhnt: früher aß er gerne und viel Eis. Das macht er heute nicht mehr.

 

Das Interview wurde im Herbst 2009 geführt.

 

Alle Interviewausschnitte von Horst Opitz

Auch Horst Opitz wurde während eines Kuraufenthaltes gut ans Insulinspritzen herangeführt. Er würde dies jedem empfehlen.

Eine Cortisonspritze löste bei Horst Opitz hohe Blutzuckerwerte aus. Er lies sich in einer Klinik mit Insulin einstellen. Mit der Umstellung kommt er gut zurecht.

Horst Opitz hat keine Angst mehr vor einer Unterzuckerung seit ihm in der Klinik ein Nachtprofil erstellt wurde.

Horst Opitz kommt gut mit dem Spritzen zurecht, auch wenn er zuvor eine Antipathie dagegen hatte.

Horst Opitz leidet nicht so sehr unter seinem Diabetes. Für ihn ist aber die Vorstellung schlimm, die Krankheit schon als Kind zu haben und spritzen zu müssen.

Horst Opitz nimmt am Curaplan seiner Krankenkasse teil, um die Praxisgebühr erstattet zu bekommen.

Horst Opitz versucht, die Angst vor der eigenen Sterblichkeit mit Humor zu nehmen.

Horst Opitz wurde von seinem Arzt nicht gefragt, ob er Diabetiker sei. Er findet aber, dass auch Ärzte mal Fehler machen können

Um abzunehmen walked Horst Opitz regelmäßig.

Artikelaktionen

abgelegt unter:
Förderung dieses Moduls