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Portrait

Die Erfahrungen von Helmut Schrader

Helmut Schrader ist zum Zeitpunkt des Interviews 69 Jahre alt, verheiratet und seit zehn Jahren in Rente. Der Diabetes wurde 1993 bei ihm festgestellt. Er wird mit Insulin behandelt.

 

Der Diabetes wurde bei Helmut Schrader festgestellt, als er wegen seiner Schlafapnoe (kurzzeitiges Aussetzen des Atems während des Schlafs) zur Untersuchung im Krankenhaus war. Da sein Blutzuckerspiegel weit über den Normalwerten lag, wurde ihm umgehend Insulin gespritzt. Die Diagnose ‚Diabetes’ kam dabei für Helmut Schrader sehr überraschend, denn obwohl er schon vorher hohe Zuckerwerte hatte, wurden diese bisher nicht behandelt. ( ) Nach der Diagnose bekam er zunächst Tabletten verschrieben. Aber schon zwei Jahre später wurde er auf Insulin eingestellt, weil die Tabletten die Zuckerwerte nicht wesentlich reduzieren konnten. ( ) Zunächst hatte Helmut Schrader Bedenken, sich Insulin zu spritzen. Er war zu diesem Zeitpunkt Leiter eines Reinigungsdienstes in einem großen Industriebetrieb und konnte nicht die regelmäßigen Pausen machen, die er zum Spritzen und Essen benötigt hätte. ( ) Dadurch wurde sein Arbeitsalltag oft hektisch, aber seitdem er in Rente ist, hat er diese Probleme nicht mehr und kann zu festen Zeiten Insulin spritzen.

Insgesamt kommt Helmut Schrader mit seinem Diabetes gut zurecht. Allerdings hat er häufig morgens schon vor dem Frühstück sehr hohe Zuckerwerte, die dann im Verlauf des Tages auch nicht mehr in den Griff zu bekommen sind. Da sein Tagesablauf und seine Essgewohnheiten eigentlich schon seit langem gleich verlaufen, kann er sich diese plötzlichen Anstiege nicht erklären. Bislang hat er noch keine geeignete Maßnahme dagegen gefunden.

Helmut Schrader versucht, auf seine Ernährung zu achten. Er hat auch schon an verschiedenen Schulungen zu diesem Thema teilgenommen. Dennoch findet er es schwierig, seine Ernährungsgewohnheiten zu ändern, da Essen für ihn auch zur „Kultur“ gehört und nicht nur der Nahrungsaufnahme dient. Außerdem ist er gelernter Koch und weiß daher, dass Fett auch ein Geschmacksträger ist, der bei einem leckeren Essen nicht fehlen sollte.

Regelmäßige Untersuchungen der Zuckerwerte sind für Helmut Schrader sehr wichtig. Er fühlt sich von seinem Hausarzt hierbei gut betreut und nimmt seit einigen Jahren an einem Vorsorgeprogramm seiner Krankenkasse teil, bei dem unter anderem der Langzeitzuckerwert und die Augen kontrolliert werden. Durch diese regelmäßigen Kontrollen fühlt sich Helmut Schrader gut über seinen Zustand informiert und damit sicher vor „bösen Überraschungen“. ( )

Das Interview wurde im Frühjahr 2009 geführt.

 

Alle Interviewausschnitte von Helmut Schrader

Im Fall von Helmut Schrader wurde auch nach mehreren Versuchen nicht das passende Medikament gefunden.

Bei Helmut Schrader zog sich die Diagnose über einige Jahre hin.

Helmut Schrader hatte schon lange Diabetessymptome bemerkt, bevor der Diabetes ganz sicher diagnostiziert wurde.

Helmut Schrader beteiligt sich gern am DMP seiner Krankenkasse. Besonders wichtig sind ihm die jährliche Augenuntersuchung und die Überprüfung seines HbA1C-Wertes.

Helmut Schrader ist mit dem Verhältnis zu seinem Hausarzt sehr zufrieden. Sie sind sich aber einig, dass er sich mit speziellen Fragen zu seinem Diabetes an die Dia-betes-Ambulanz wendet.

Helmut Schrader hatte in der Anfangszeit Probleme bei der Umstellung auf Insulin. Seine Arbeitszeiten ermöglichten es ihm kaum, regelmäßige Mahlzeiten einzunehmen.

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