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Portrait

Die Erfahrungen von Hannah-Maria Berenz

Zum Zeitpunkt des Interviews ist Frau Berenz 53 Jahre alt. Sie ist verheiratet und kaufmännische Angestellte in einem Familienunternehmen, das sie vom Vater übernommen hat. In diesem Unternehmen hat sie auch ihren Ehemann kennengelernt. Zum Zeitpunkt der Diagnose war sie 47 Jahre alt. Nachdem sie zunächst nur ihre Ernährung umstellen sollte, spritzt sie nun seit einigen Jahren Insulin.

 

Als Frau Berenz Anfang 2004 wegen anderer Beschwerden den Frauenarzt aufsuchte, machte dieser aufgrund ihres Gewichts einen Zuckertest. Die Diagnose bedeutet zunächst keine große Veränderung in ihrem Leben, da sie zur Behandlung vorerst nur die Ernährung umstellen musste. ( ) Nach einer OP im Herbst 2004 war sie für zehn Tage in einer Diabetesklinik, in der sie auf Insulin eingestellt wurde. Nachdem der Blutzuckerspiegel auch nach dieser Behandlung immer noch nicht im Normbereich lag, musste Frau Berenz 2005 erneut in die Klinik. Neben dem Langzeitinsulin spritzt sie nun auch zu den Mahlzeiten.

Von ihrer früheren Hausärztin ist Frau Berenz sehr enttäuscht, weil sie den Eindruck hat, dass ihr für die Behandlung wichtige Informationen vorenthalten wurden. Erst ihre Krankenkasse hatte sie auf die Notwendigkeit einer vierteljährlichen Untersuchung beim Diabetologen hingewiesen. Nach ihrem Umzug in ein ländlicheres Gebiet wechselte sie den Hausarzt und machte dabei sehr gute Erfahrungen. Nicht nur, dass man sich hier mehr Zeit für die Patienten nahm, sie bekam auch die Teilnahme an einer Studie vermittelt. Dadurch wurde ihr Diabetes auch außerhalb der ärztlichen Kontrolluntersuchungen überwacht.

Durch ihre berufliche Situation hat Frau Berenz nicht viel Zeit zum Sport treiben, versucht sich aber im Alltag ausreichend zu bewegen. ( ) Ihr Mann ist ihr eine große Unterstützung im Umgang mit der Erkrankung. Sie selbst sieht den Diabetes allerdings nicht als Krankheit. Unter dem Motto „Das Leben geht weiter“ ( ) besuchen sie gemeinsam die Ernährungsberatung und kochen jeden Tag frisch. Er erinnert sie auch, welche Lebensmittel sie nicht zu sich nehmen darf, ohne ihr dabei Vorschriften zu machen. ( ) Ihr „Laster“ ist jedoch die Schokolade. Wenn ihre Haut rissig wird, merkt sie schnell, dass sie zu viel davon gegessen hat.

 

Das Interview wurde im Frühjahr 2010 geführt.

 

Alle Interviewausschnitte von Hannah-Maria Berenz

Hannah-Maria Berenz erhielt beim Abendessen einen Anruf ihrer Krankenkasse. Sie fühlt sich kontrolliert, ohne dafür eine Leistung zu erhalten.

Hannah-Maria Berenz schreibt die Verschlechterung ihrer Zuckerwerte ihren neuen Tabletten zu.

Während der Termine bei ihrer Hausärztin fühlte Hannah-Maria Berenz sich lange Zeit nicht ausreichend betreut und informiert. Von ihrem neuen Hausarzt ist sie dagegen begeistert.

Hannah-Maria Berenz findet keine Zeit, um Sport in ihren Alltag zu integrieren.

Hannah-Maria Berenz besaß zunächst kein Wissen über ihre schleichende Krankheit und fühlte sich orientierungslos.

Hannah-Maria Berenz bekam die Diagnose sehr unerwartet, da sie eigentlich wegen anderer Beschwerden zum Arzt gegangen war.

Der Mann von Hannah-Maria Berenz hat die Ernährungsberatung mit besucht und kann sie beim Kochen gelegentlich erinnern, wenn sie etwas vergisst.

Hannah-Maria Berenz findet, dass man wegen der Diagnose Diabetes nicht in Panik verfallen muss. Sie versucht ihr Leben weiter zu genießen.

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