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Untersuchungen

Um den Darmkrebs sicher zu diagnostizieren, zu lokalisieren und dementsprechend die Therapie planen zu können, sind eine Reihe von Untersuchungen nötig. Diese variieren je nach Stadium der Erkrankung und nach Lokalisation des Tumors.

Neben der Tastuntersuchung sind für eine weitere Diagnostik Blutuntersuchungen, Mastdarmuntersuchung (Rektoskopie) und Darmspiegelung (Koloskopie, siehe „Darmspiegelung“) , eventuell auch Ultraschall-, Röntgenuntersuchung, MRT (Magnetresonanztherapie) und CT (Computertomographie) erforderlich (genaueres siehe: http://www.darmkrebs.de/frueherkennung-diagnose/untersuchungsmethoden/ und http://www.krebsinformationsdienst.de/untersuchung/index.php sowie http://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/darmkrebs/diagnostik.php). Neben einer genauen Lokalisation des Tumors und des umgebenden Gewebes soll damit auch festgestellt werden, ob Lymphknoten befallen sind und ob es Tochtergeschwülste gibt. Je nach Situation, kann die Diagnose eines Darmkrebses schon in früheren Stadien der Diagnostik nahe liegen. In der Regel wird sie aber erst mit den histologischen Ergebnissen, das heißt den feingeweblichen Analysen des Tumors, gesichert (siehe „Diagnosemitteilung“).

Manche unserer Interviewpartner beschreiben, dass sie die Untersuchungen allgemein als problemlos erlebten, anderen waren manche Untersuchungen auch unangenehm, je nach Krankheitsbild auch schmerzhaft. Während manche unserer Interviewpartner alleine zu den verschiedenen Untersuchungen gegangen sind, war es anderen wichtig, den Partner oder eine andere vertraute Person dabei zu haben.

Viele unserer Interviewpartner schildern, dass der Ablauf der Untersuchungen für sie anstrengend war, vor allem dann, wenn sie sich selbst um Arzttermine kümmern mussten. Belastend war die Ungewissheit, was das Ergebnis der Untersuchung sein würde.

Sonja Novotny suchte sich selbst eine Praxis, wo sie schnell untersucht wurde.

Lisa Roth wusste bei den vielen Untersuchungen gar nicht, was geschah.

Bei der Computertomographie kann auch zusätzlich eine Kontrastmittelgabe erforderlich sein. Diese kann über die Vene oder als Einlauf verabreicht werden. Für manche unserer Erzähler waren diese Untersuchungen unangenehm.

Dieter Loewe spürt, wie sein Körper im CT vom Kontrastmittel immer ganz warm wird.

Maria Rich befürchtete nach dem Einlauf den Darminhalt im CT nicht halten zu können.

Einige Interviewpartner berichten, dass die Computertomographie bei ihnen noch nicht aufschlussreich war und Befunde erst durch eine Darmspiegelung oder auch durch ein sogenanntes PET-CT (Positronen-Emissions-Tomographie mit Computertomographie) möglich waren.

Bei der Mastdarmuntersuchung (Rektoskopie) wird der Mast- bzw. Enddarm mit einem starren Rohr untersucht, oft um zu prüfen, ob auch der Schließmuskel vom Tumor mitbetroffen ist. Die Untersuchung umfasst nur den letzten Teil des Darms. Viele unserer Interviewpartner schildern, dass sie diese Untersuchung als besonders unangenehm, teilweise auch als schmerzhaft empfanden.

Henriette Schiller hatte bei der rektalen Untersuchung schlimme Schmerzen.

Gunther Kraft empfand die rektale Untersuchung als unangenehm.

Die Ultraschalluntersuchung ist nicht invasiv, das heißt das Gerät dringt nicht in den Körper ein. Einige unserer Interviewpartner beschreiben, dass hierbei durch gezieltes Suchen des Arztes schon eine erste Diagnose gestellt werden konnte, ohne dass sie dabei Schmerzen empfanden. Einige waren erstaunt, ihre Organe auf dem Bildschirm beobachten zu können.

Bei Richard Linde wurde nach langem Suchen eine Metastase in der Leber gefunden.

In der Regel werden auch die Blutwerte bestimmt. Dabei können Tumormarker oder die Bestimmung von Leukozyten (weiße Blutkörperchen im Blut) Anhaltspunkte für eine Krebserkrankung sein. Bei manchen unserer Interviewpartner waren diese Werte sehr aussagekräftig, insbesondere für die Untersuchung, ob sich Metastasen gebildet haben, während bei anderen der Tumormarker keine zuverlässige Größe darstellte.

Vorsorge

Das Vorsorgeprogramm gegen Darmkrebs richtet sich nach dem individuellen Darmkrebsrisiko. Davon abhängig ist, wann und wie häufig welche Untersuchung sinnvoll ist. Hierbei wird zwischen den Menschen mit einem erhöhten Risiko – zum Beispiel eine familiäre Vorbelastung - und solchen ohne erhöhtes Darmkrebsrisiko unterschieden (siehe auch „Darmspiegelung“, „erste Anzeichen“ (Okkultbluttest) und „Ursachen“).
Weitere Informationen befinden sich unter:

http://www.darmkrebs.de/ueberblick/darmkrebs-verhindern/darmkrebsvorsorge/

http://www.internisten-im-netz.de/de_darmkrebs-untersuchungen-diagnose_91.html

Dieter Loewe ist es wichtig, dass durch Früherkennung Leben gerettet werden können.

Nach anfänglichem Zögern ließ sich Isabelle Arnold wegen ihrer erblichen Vorbelastung auf die Vorsorge ein.

Für Patienten, die bereits an Darmkrebs erkrankt sind, werden Nachsorgeuntersuchungen empfohlen. Unsere Interviewpartner berichten, dass sie in der Regel diese auch regelmäßig wahrnähmen. Dies sei für viele auch eine enorme Belastung, aufgrund der Sorge, dass wieder ein auffälliger Befund auftauchen könnte (siehe „Leben mit der Unsicherheit“).

Sonja Novotny bekam einen genauen Nachsorgeplan.

Bei manchen unserer Interviewpartner wurden die Nachsorgeuntersuchungen an die Situation nach der Operation angepasst. Wenn zum Beispiel der Mastdarm amputiert wurde, sind rektale Untersuchungen nicht mehr möglich. Einige unserer Interviewpartner berichten, dass bei ihnen die Untersuchungen dann über das Stoma durchgeführt werden oder die Ärzte sich an Blutuntersuchungen orientieren (siehe auch „Darmspiegelung“).

Bei Johanna Vogel wird zur Nachsorge eine Kapselendoskopie gemacht.

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