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Portrait

Die Erfahrungen von Sylvia Herrmann

Zum Zeitpunkt des Interviews ist Sylvia Herrmann 43 Jahre alt. Seit ihrer Jugend litt sie an einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung, bis bei ihr im Alter von 39 Jahren ein Kolonkarzinom diagnostiziert wurde. Auch während der chemotherapeutischen Behandlung ging sie ihrem Beruf als selbstständige Telefonberaterin nach, um ein Stück Normalität zu behalten.

Durch ihre langjährige Erkrankung an Colitis ulcerosa war Sylvia Herrmann beruflich und im Hinblick auf ihre Lebensqualität stark eingeschränkt. Typische Symptome des Darmkrebses, wie zum Beispiel Durchfall, waren dadurch nicht von der Vorerkrankung zu unterscheiden. Als die Durchfälle jedoch unkontrollierbar wurden, suchte sie ärztlichen Rat. Schließlich wurde Dickdarmkrebs diagnostiziert. Sylvia Herrmann war froh darüber, dass der Krebs dadurch in einem relativ frühen Stadium erkannt wurde.

Bei der Operation wurde der Dickdarm vollständig entfernt und ein Dünndarmstoma angelegt. Auf eine Bestrahlung konnte verzichtet werden, es wurde jedoch vorsorglich eine Chemotherapie durchgeführt. Innerhalb dieser sechs Monate kam es immer wieder zu belastenden Nebenwirkungen.

Insgesamt schildert Sylvia Herrmann kaum Komplikationen während und nach der Behandlung. Nach der Operation bestätigte sich glücklicherweise die ärztliche Voraussage, dass sie mit dem Stoma auch ihre jahrelange Colitis ulcerosa loswerden würde. Damit hat sich ihre Lebensqualität sehr verbessert, vieles im Leben ist einfacher geworden und sie kann alles damit machen. Im Internet engagiert sie sich in Foren, tauscht sich mit anderen Betroffenen aus und steht als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

Als zentrales Thema beschreibt Sylvia Herrmann, wie bedeutsam es ist, über die Krankheit zu sprechen und durch andere Menschen Rückhalt zu erfahren. So helfe es ihr, ihre Ängste offen zu legen und sich durch viel Nachfragen bei Ärzten und Pflegern individuelle Informationen zu holen.

Sylvia Herrmann machte die Erfahrung, dass einige ihrer Freunde nicht mit ihrer Erkrankung umgehen konnten. Anderseits erhielt sie Unterstützung durch ihren Mann und wurde gut durch das ärztliche Personal aufgeklärt. Sie erzählt, dass sie erst mühsam lernen musste, Hilfe anzunehmen.

Sylvia Herrmann hat ihre Lebenseinstellung verändert und betont, wie wichtig es für sie sei im Hier und Jetzt zu leben. Als ihr Lebensmotto formuliert sie, dass der Krebs eine Chance auf ein neues Leben biete und dass es gelte, diese Herausforderung anzunehmen.

Das Interview wurde im Winter 2012 / 2013 durchgeführt.

 

Alle Interviewausschnitte von Sylvia Herrmann

 

Sylvia Herrmann wurde gefragt, ob ihre Erkrankung von ungesunder Ernährung kommen könnte.

Sylvia Herrmanns Arzt betonte, dass sie von nun an ihre Colitis los sei.

Sylvia Herrmanns Mann war bei der Diagnosestellung aufnahmefähiger als sie selbst.

Sylvia Herrmann weiß, dass gewisse Speisen Blockaden auslösen, manche sind es ihr aber wert.

Sylvia Herrmann kam schnell zurecht und nennt sich humorvoll

Weil Sylvia Herrmann nicht auf ein Dixi-Klo geht, kam es auch schon mal zu einer unangenehmen Situation.

Eine Darmspiegelung dauerte bei Sylvia Herrmann sehr lange, weil das Gerät kaputt war.

Sylvia Herrmann hat Abstand von der Gruppe genommen, weil es sie manchmal belastete.

Sylvia Herrmann ist froh, dass sie nicht viel Zeit zum Nachdenken hatte.

Sylvia Herrmann hatte Angst vor der Narkose.

Für Sylvia Herrmann war es anstrengend, dass sich der Tagesablauf nach den Therapien richten musste.

Sylvia Herrmann brach zusammen und musste ins Krankenhaus.

Sylvia Herrmann beobachtet sich ständig, besonders vor den Nachsorgeuntersuchungen.

Sylvia Herrmann sieht sich als aufgeklärte Patientin und findet es wichtig, selbst Verantwortung zu übernehmen.

Sylvia Herrmann beschreibt, dass beim Sex die Spontaneität eingeschränkt ist, aber sonst alles klappt.

Sylvia Herrmann stellte fest, dass sie eine sehr gute Krankenkasse hatte.

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