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Portrait

Die Erfahrung von Sarah Lemke

Sarah Lemke ist 41 Jahre alt und Mutter eines dreijährigen Sohnes. Nachdem sie vor circa drei Jahren Blut im Stuhl feststellte, ging sie zunächst davon aus, an Hämorrhoiden zu leiden. Die Untersuchung durch ihre Frauenärztin und die anschließende Darmspiegelung ergaben schließlich die Diagnose eines GIST-Tumors im Darm. Im Anschluss an die Behandlung ging sie durch eine lange und schmerzvolle Leidenszeit. Mittlerweile jedoch hat sich ihr Leben wieder normalisiert und sie kann mit ihrer Familie den Alltag bestreiten.

Nachdem Sarah Lemke die Diagnose eines bösartigen GIST-Tumors im Darm mitgeteilt wurde, war lange Zeit nicht klar, wie der genaue Behandlungsplan aussehen würde. Sie berichtet, dass sie mit dieser Unklarheit sehr zu kämpfen hatte.

Erst nach der Operation im Krankenhaus wurde ihr bewusst, wie gefährlich der Krebs für sie war. Es folgte eine ambulante Chemotherapie in Tablettenform. Dabei berichtet Sarah Lemke von sehr schweren Nebenwirkungen. Vor allem die Schmerzen konnten nur schwer bekämpft werden.

Aufgrund der starken körperlichen Einschränkungen konnte sie ihren Sohn im Säuglingsalter nicht allein versorgen und benötigte eine Familienhelferin. Sie fand es sehr schwer, ihre Hilflosigkeit zulassen zu müssen. Daneben litt sie unter Erschöpfung, Übelkeit und Durchfall. Sie beschreibt diese Erfahrungen als extreme Belastung für sich und ihre Familie.

Eine weitere Belastung stellte für Sarah Lemke der künstliche Darmausgang dar, den sie für eine Übergangszeit tragen musste. Dadurch konnte sie lange Zeit nicht uneingeschränkt am öffentlichen Leben teilhaben, da sie immer sicher gehen musste, schnell eine Toilette aufsuchen zu können.

Sarah Lemke war zwei Mal im Verlauf ihrer Erkrankung in einer Reha-Klinik. Diese empfand sie als äußerst positiv. Sie bekam dort Unterstützung, was ihre Ernährung anbelangt und Beratung, welche Behandlungen für sie wichtig seien. So konnte sie sich besser entscheiden, eine weitere Chemotherapie zuzulassen, auch wenn diese für sie sehr anstrengend war.

Nach anfänglichen Unklarheiten, welche Ernährung für sie die richtige sei, hat sie mittlerweile eine passende und ausgewogene Kost mit viel Vollwertnahrungsmitteln und speziellem grünen Tee gefunden.

Sarah Lemke schildert, wie sehr es ihr geholfen habe, offen mit ihrer Krankheit umzugehen und möglichst viel darüber zu sprechen. Auch eine psychoonkologische Unterstützung half ihr, mit ihren Sorgen besser umzugehen. Aufgrund ihres starken Willens konnte sie sich überwinden, Sport zu treiben, was ihr viel Kraft gab. Sie betont, dass sie immer an einen positiven Ausgang geglaubt habe und rät allen Betroffenen, sich das positive Denken zu bewahren.

Das Interview wurde im Spätsommer 2012 geführt.

 

Alle Interviewausschnitte von Sarah Lemke

 

Sarah Lemke konnte zum Zeitpunkt der Diagnose nicht realisieren, dass sie Krebs hat.

Sarah Lemke dachte nach der Geburt ihres Babys, sie hätte Hämorrhoiden.

Viele blähende Sachen konnte Sarah Lemke mit dem Stoma nicht essen, nach der Rückverlegung war das anders.

Sarah Lemkes Professor konnte ihr nicht versprechen, dass er den Schließmuskel erhalten könne.

Sarah Lemke stellte es sich anfangs schlimmer vor als es war.

Sarah Lemke konnte ihren kleinen Sohn nicht selber versorgen.

Für Sarah Lemke waren Ungereimtheiten und Verschiebungen im Therapieplan sehr verunsichernd.

Sarah Lemke fühlte sich in der Uniklinik so gut aufgehoben, dass sie keine zweite Meinung brauchte.

Sarah Lemke war nach der Operation sehr schwach und hatte starke Schmerzen.

Sarah Lemke bekam Medikamente, die ihr so zusetzten, dass sie ihr Kind nicht versorgen konnte.

Sarah Lemke trinkt täglich halbschattigen grünen Tee.

Weil Sarah Lemke ihren 1jährigen Sohn nicht versorgen konnte, war sie dankbar um eine Familienhelferin.

Sarah Lemke stellte ihre Ernährung auf Vollkornprodukte um.

Sarah Lemke war sehr dankbar, dass ihr über längere Zeit eine Familienhelferin bewilligt wurde.

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