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Die Erfahrungen von Lorenz Kraus

Portrait Lorenz Kraus ist zum Zeitpunkt des Interviews 61 Jahre alt. Er ist verheiratet und hat erwachsene Kinder sowie Enkelkinder. Drei Jahre zuvor wurde bei ihm ein Sigmakarzinom festgestellt, im weiteren Verlauf mehrere Lebermetastasen. Lorenz Kraus arbeitet wieder in seinem Beruf als Sicherheitschef eines großen Unternehmens.

Während eines Wanderurlaubs bemerkte Lorenz Kraus eine Schlappheit sowie häufigen Stuhlgang nach den Mahlzeiten. Nach dem Urlaub suchte er ärztlichen Rat. Eine Darmspiegelung im Krankenhaus zeigte ein 15 cm großes Sigmakarzinom. Lorenz Kraus schildert, dass er zuerst einen Schock erlitten, dann aber sehr schnell begriffen habe, dass er die Krankheit überstehen könne. Auch seine Erfahrung, bereits einen Lungentumor überstanden zu haben, ermöglichte ihm diese zuversichtliche Haltung gegenüber der Erkrankung.

Auf die operative Entfernung des Karzinoms folgte eine Chemotherapie. Lorenz Kraus berichtet, dass er zuerst keine Chemotherapie zulassen wollte, aber auf Anraten der Ärzte doch zustimmte. Die Zeit der Chemotherapie beschreibt Lorenz Kraus als prägend für ihn. Lange Wartezeiten im Krankenhausalltag, Schlaflosigkeit, innere Unruhe, Stimmungsschwankungen sowie Übelkeit und Einschränkungen des Geschmackssinnes machten ihm sehr zu schaffen. Die weiteren Zyklen der Therapie setzte er in einer ambulanten Einrichtung fort. Die Behandlung dort war für ihn eine überaus positive Erfahrung und er empfand viel Vertrauen darin, wie das Personal mit ihm umging.

Im weiteren Verlauf nach der Beendigung der Chemotherapie wurden bei Lorenz Kraus mehrmals Metastasen in der Leber festgestellt. Diese wurden zweimal operativ entfernt. Lorenz Kraus erzählt, dass ein drittes Mal Auffälligkeiten an der Leber festgestellt worden seien, die behandelnden Ärzte jedoch entschieden hätten, dass eine weitere Operation die Leber zu stark verkleinern würde. Bei den letzten Untersuchungen habe sich jedoch eine Besserung gezeigt, so dass Lorenz Kraus nach Einholen einer Zweitmeinung davon ausgeht, dass es sich auch um Verwachsungen handeln könne.

Als hilfreich beschreibt Lorenz Kraus vor allem die Unterstützung durch seine Familie und ihre Bereitschaft, vieles mit zu tragen. Auch seine Arbeit, der er nach wie vor nachgehen kann, ist wichtig für seine Lebensqualität. Lorenz Kraus erzählt, dass er wertvolle Unterstützung durch einen befreundeten Arzt bekommen habe, der ihm immer wieder Dinge erklären konnte.

Eine zentrale Stellung nimmt für Lorenz Kraus der Sport ein. Er erzählt, dass er sogar während der Chemotherapie und nach den Operationen lange Spaziergänge mit seinem Hund machte. Mehrmals in der Woche spielt er Fußball, was ihm auch durch die Begegnungen mit seinen Sportkollegen gut tut. Dabei ist es ihm wichtig, trotz seiner Erkrankung genauso behandelt zu werden wie früher auch.

Das Interview wurde im Herbst 2012 geführt.

Alle Interviewausschnitte von Lorenz Kraus

Lorenz Kraus interessiert nicht, woher der Darmkrebs kommt, er will ihn los haben.

Lorenz Kraus braucht mittlerweile so gut wie keine Informationen mehr.

Lorenz Kraus machte beim zweiten Mal eine ambulante Reha und konnte Einfluss auf seinen Therapieplan nehmen.

Lorenz Kraus betont, wie wichtig die Unterstützung seiner Familie für ihn war.

Sport war für Lorenz Kraus ganz wichtig.

Lorenz Kraus' Schock hielt nicht lange an.

Lorenz Kraus' Stuhlgang wich vom eigentlichen Rhythmus ab.

Lorenz Kraus‘ Arzt war dankbar für die zweite Meinung.

Lorenz Kraus plagte einige Tage nach der Operation Übelkeit, bis er wieder anfing zu essen, was ihm schmeckte.

Während sich Lorenz Kraus bei der stationären Chemo wie ein Tier im Käfig fühlte, war die ambulante entspannt.

Lorenz Kraus musste sich bei jedem Essen übergeben und ernährte sich nur noch von Müsli.

Lorenz Kraus litt unter innerer Unruhe und Stimmungsschwankungen.

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