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Portrait

Die Erfahrungen von Erna Hettich

Erna Hettich ist 72 Jahre alt. Die Rentnerin lebt zusammen mit ihrem Mann und hat drei erwachsene Kinder sowie fünf Enkelkinder. Früher arbeitete Erna Hettich in einem kaufmännischen Beruf. Nachdem bereits in ihrer Familie Darmkrebs vorkam, wurde auch bei ihr ein Karzinom des Enddarms festgestellt.

Erna Hettich erzählt, dass sie im Urlaub Blut im Stuhl sowie häufigen Stuhlgang bemerkte, obwohl der jährliche Okkultbluttest bei der Frauenärztin keine Anzeichen anzeigte. In einer Darmspiegelung wurde ein acht Zentimeter großer Tumor im Enddarm festgestellt. Es folgte eine schnelle Operation, bei der der Tumor entfernt wurde. Die Anlage eines Stomas war nicht notwendig.

Ein halbes Jahr nach der Operation begann eine leichte adjuvante Chemotherapie sowie eine Bestrahlung. Erna Hettich erzählt, dass sie die Chemotherapie gut vertragen und die stationäre Unterbringung als wohltuend empfunden habe. Allerdings fand sie die Bestrahlung sehr kräftezehrend. Nach Abschluss der Behandlung folgte ein vierwöchiger Aufenthalt in einer Rehabilitationsklinik, wo sich Erna Hettich gut erholen konnte. Sie beschreibt, dass auch ihre Einstellung, selbst etwas dazu tun zu können, ihr dabei geholfen habe.

Erna Hettich erzählt, dass ihre Darmkrebserkrankung wahrscheinlich familiär bedingt sei, weil ihre Schwester ebenfalls an Darmkrebs erkrankt und verstorben sei. Erna Hettich begleitete ihre Schwester bis zu deren Tod, bevor sie selbst an Darmkrebs erkrankte. Sie erzählt außerdem, dass auch ihr Vater wahrscheinlich an Darmkrebs gestorben sei.

Fünf Jahre nach der Feststellung des Darmkrebses wurde bei einer Nachsorgeuntersuchung eine Metastase auf der Lunge entdeckt. Diese wurde ebenfalls operativ entfernt; eine erneute Chemotherapie war aber nicht erforderlich. Anschließend erfolgte wiederum ein Aufenthalt in einer Rehabilitationsklinik.

Als hilfreich und tragend empfand Erna Hettich die Unterstützung durch ihre Familie, die in der Zeit der Erkrankung für sie da war. Sie beschreibt, dass ihre Kinder ihr Mut machten und ihr Mann viele Aufgaben im Haushalt übernahm. Auch ihr Glaube und das Gebet während der Erkrankung hätten ihr geholfen. Sie ist dankbar, dass sie alles so gut verkraftet hat.

Daneben engagiert sich Erna Hettich ehrenamtlich in einer Klinik für Krebspatienten, mit denen sie im Sommer Spaziergänge macht. Außerdem hilft sie ehrenamtlich in einem Altenheim dabei, den Bewohnern Frühstück zu geben. Seit ihrer Krebserkrankung lebt Erna Hettich bewusster. Sie verbringt gern Zeit mit ihren Kindern und Enkelkindern, die sie sehr genießt.

Das Interview wurde im Winter 2012 geführt.

 

Alle Interviewausschnitte von Erna Hettich

 

Erna Hettich rät, sich nicht unterkriegen zu lassen.

Das Blut im Stuhl ließ Erna Hettich trotz eines unauffälligen Okkultbluttests keine Ruhe.

Erna Hettich hat auch ohne Betäubung keine Schmerzen und bekommt während der Untersuchung alles erklärt.

Für Erna Hettich ist die Vorbereitung auf die Untersuchung das Schlimmste daran.

Erna Hettich hatte nach fünf Jahren eine Lungenmetastase.

Erna Hettich war zufrieden mit der stationären Chemo, sogar ihr Enkel kam zu Besuch.

Erna Hettich beschreibt den Vorgang der Bestrahlung.

Erna Hettich achtete auf sich selbst und fühlte sich wohl.

Der katholische Glauben war für Erna Hettich sehr hilfreich.

Erna Hettich muss nach dem Essen sofort zur Toilette und darf nicht warten.

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