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Psychopharmaka und Antiepileptika

Fast alle unsere Erzähler machten die Erfahrung, dass ihnen im Laufe der Jahre auch Psychopharmaka, meist Antidepressiva und Tranquilizer, und oft auch Antiepileptika verschrieben wurden. Kaum eine andere Medikamentengruppe stieß auf so viel unterschiedliche Bewertungen wie die Antidepressiva. Einige hörten von ihren Ärzten, dass die Antidepressiva nicht mit dem Ziel der Depressionsbekämpfung gegeben würden, sondern ihre schmerzmildernde Wirkung genutzt würde, andere erhielten sie, weil bei ihnen eine begleitende Depression diagnostiziert wurde. 

Christa Schuhmacher erzählte, dass sie mit Antidepressiva nicht mehr an die Schmerzen denken musste, die Medikamente aber leider nicht vertrug.

Jutta Behrens fand, dass sie mit einem Antidepressivum besser mit den Schmerzen umgehen konnte.

Volker Baumann kann durch das Antidepressivum besser schlafen und dadurch den Tag besser verkraften.

Für einige stand die positive Wirkung auf ihre psychische Befindlichkeit  im Vordergrund. Sie berichteten von einer Verringerung der Ängste, einer willkommenen Stimmungsaufhellung, einer größeren Gelassenheit oder einer angenehmen Müdigkeit. Dies ging nicht unbedingt mit einer Schmerzminderung einher, wurde aber trotzdem von den Erzählern und auch von den Menschen in der Umgebung eher als positiv bewertet

Markus Becker bekam von anderen gesagt, dass er unter Einnahme eines neuen Antidepressivums umgänglicher  und angenehmer geworden sei. 

An Nebenwirkungen wurden vor allem Mundtrockenheit, Müdigkeit und Gewichtszunahme berichtet, was viele als sehr unangenehm erlebten. 

Einige unserer Erzähler lehnten Psychopharmaka ganz allgemein ab, wenn auch aus verschiedenen Gründen. Manche waren sich sicher, nicht depressiv zu sein, und fanden die Verschreibung nicht gerechtfertigt oder sogar ärgerlich.

Brigitte Köhler sah die Diagnose Depression als falsch an und fand auch, dass das Mittel nicht half.

Andere fürchteten die Nebenwirkungen auf den Körper und auf die Psyche. 

Christoph Scholz findet es am besten, wenn er sich psychisch nicht von Medikamenten beeinflusst fühlt.

Beate Schulte möchte keine Psychopharmaka einnehmen, um einen klaren Kopf zu behalten.

Für Christoph Scholz ist es eine große Motivation, ohne Psychopharmaka mit seinen Problemen umgehen zu können.

Als Brigitte Köhler las, dass das verschriebene Antidepressivum eine Gewichtszunahme als Nebenwirkung hatte, lehnte sie die Einnahme ab.

Einige Patienten profitierten bezüglich ihrer Schmerzen gut von Antiepileptika, wenngleich sich die Wirkung auch nach einiger Zeit wieder verlieren konnte. 

Tanja Werner fand, dass die verordneten Medikamente (ein Antiepileptikum und ein Phasenprophylaktikum) die Häufigkeit der Kopfschmerzattacken ein wenig verringerten, die Heftigkeit der Schmerzen jedoch nicht beeinflusste.

Karl Krüger fand sein neues Medikament (ein neueres Antiepileptikum) gegen seine neuropathischen Schmerzen sehr hilfreich und nutzte es nicht nur gegen das Brennen und die Schmerzen, sondern erlebte auch, dass es die Ängste etwas nahm.  Auch Christoph Scholz bemerkte unter dieser Medikation eine leichte Besserung, die jedoch nicht anhielt.

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