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Freizeit und Interessen

Freizeitaktivitäten und Interessen werden von vielen unserer Erzählerinnen und Erzähler als wichtiger Ausgleich und als Hilfe im Umgang mit den Schmerzen erlebt. Sie berichten, wie sie sich damit aktiv entspannen und Kraft schöpfen können. 

Für Maria Schmitz ist die Bewegung bei der Gartenarbeit die beste Entspannung.

Eine wichtige Rolle, in der Auseinandersetzung mit den Schmerzen Kraft zu schöpfen, kann dabei der Aufenthalt in der Natur spielen. Für mehrere Erzähler und Erzählerinnen haben ihre Haustiere eine wichtige Funktion: sie helfen ihnen, das Haus zu verlassen, dienen als Ablenkung und als Kameraden. Ein Erzähler findet, dass seine Katze das einzige Wesen ist, das ihn versteht.

Für Tanja Werner ist das Ausgehen mit dem Hund ein wichtiger Ausgleich.

Bei fast allen haben sich die Aktivitäten, die sie zu ihrer Erholung oder in ihrer Freizeit betreiben, unter dem Einfluss der Schmerzen verändert. Dies bedeutet für einige, dass sie zwar ihren Freuden wie zum Beispiel Musizieren, Spazierengehen oder Basteln noch nachgehen können, aber Einschränkungen in Kauf nehmen müssen. Sie müssen zum Beispiel mehr Pausen machen, können nur kurze Zeit bei einer Tätigkeit bleiben, bevor die Schmerzen einsetzen, müssen aufwändigere Vorbereitungen treffen, genau planen oder ihre Ansprüche deutlich zurückschrauben. 

Bei Barbara Lange haben sich die Freizeitaktivitäten kaum verändert, aber sie musste sich anpassen.

Monika Roth erzählt, wie schwierig es ist, Unternehmungen zu planen

Christoph Scholz und seine Familie haben sich den Schmerzen angepasst, er spielt mit seiner Tochter auf dem Bauch liegend.

Bei manchen können die Schmerzen selbst diese Aktivitäten verhindern oder die Freude daran erheblich schmälern. Das berichten vor allem diejenigen, die große Wanderungen und Bergsteigen liebten oder intensiv Sportarten wie zum Beispiel Joggen betrieben. Bei anderen werden die Freizeitaktivitäten unmöglich oder unangenehm, weil sie mit längerem Sitzen oder Stehen verbunden sind. 

Frank Weber kann Konzertbesuche nicht mehr richtig genießen.

Eine Erzählerin beklagt, dass ihre Therapien so viel Zeit verschlangen, dass für Freizeit nichts mehr übrig blieb, so dass sie schließlich ihre Therapiesitzungen reduzierte. Oft fehlt auch die Energie, um sich zu weiteren Aktivitäten aufzuraffen, da die Schmerzbewältigung selbst viel Zeit und Kraft raubt. 

Anja Kaiser wurden ihre Therapien zu viel, weil sie alle Freizeit verschlangen.

Beate Schulte braucht ihre freie Zeit, um sich für ihre Berufstätigkeit auszuruhen.

Einige Erzählerinnen konnten sich jedoch gerade durch die Veränderungen, die die Schmerzen mit sich brachten, neue Interessen oder sogar Lebensinhalte erschließen. So berichtet eine Frau, die nicht mehr berufstätig sein konnte, wie sie sich die Bildbearbeitung von Photos am PC als neues Hobby und als Dienstleistung für ihre Freunde aneignete. Eine andere begann ein Fernstudium und schriftstellerische Aktivitäten, für die sie durch ihre Berentung nun erstmals Zeit fand. 

Nachdem Amely Hoffmann das Haus nicht mehr verlassen konnte, entwickelte sie ihre künstlerischen Neigungen.

Ursula Bach erzählt, wie sie sich ihren Wunsch erfüllte, Saxophon zu spielen.

Anna Wagner hat sich darauf eingestellt, vieles im Liegen zu machen.

Friedrich Huber kann sich als Rentner die Zeit einteilen.

Einige Erzählerinnen entdeckten neue Hobbies für sich, die sie trotz der Schmerzen ausüben können, weil sie weder Ausdauer noch Kraft verlangen. Eine Frau berichtet, dass sie ihre große Weihnachtsbäckerei aufgeben musste, weil sie nicht mehr beidhändig arbeiten kann. Nun hat sie sich neue Fertigkeiten des Backens angeeignet, bei der sie nur eine Hand braucht und nun trotzdem tolle Kekse herstellen kann.

Andrea Müller hat das Fotografieren für sich entdeckt.

 
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