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Portrait

Die Erfahrungen von Susanne Maurer

Susanne Maurer ist 45 Jahre alt und leidet an anhaltenden Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule. Sie lebt in einer Partnerschaft und hat einen erwachsenen Sohn. Die gelernte Bus- und Straßenbahnfahrerin erhält momentan wegen der Schmerzen eine Rente auf Zeit.

Ihre ersten Probleme mit Schmerzen im unteren Rücken entstanden während der Schwangerschaft. Nach der Geburt ihres Sohnes zwangen sie starke Schmerzen immer wieder ihre damalige Arbeitsstätte zu verlassen und einen Arzt aufzusuchen. Trotz regelmäßiger ärztlicher Behandlung stellte sich keine Verbesserung ihrer Schmerzsymptomatik ein. Nachdem sie begonnen hatte, als Bus- und Straßenbahnfahrerin zu arbeiten, erlitt sie schließlich einen Bandscheibenvorfall. Eine Operation verschaffte nur kurzfristig Linderung und ein zweiter Bandscheibenvorfall sollte bald folgen. Erneut wurde Susanne Maurer operiert und, da Komplikationen auftraten, schließlich ein weiteres Mal.

Eine deutliche Verbesserung ihrer Situation bewirkten die Operationen allerdings nicht. Bisher ist es nur einem Physiotherapeuten gelungen, die Schmerzen zeitweise unter Kontrolle zu bekommen. Zu ihrem großen Erstaunen ging es ihr allerdings in dieser Zeit der kurzfristigen Schmerzfreiheit psychisch sehr viel schlechter. Sie berichtet, in ein tiefes Loch gefallen zu sein, aus welchem sie nur dank der Unterstützung ihres Lebenspartners und ihrer Familie wieder herauskam.

Susanne Maurer hat viele verschiedene Therapien ausprobiert: Bewegungsbäder, Entspannungstraining, Krankengymnastik, Tai Chi, Akupunktur und eine Magnettherapie erzielten bei ihr allesamt nicht die gewünschte Wirkung. Sie nahm auch verschiedene Medikamente, die ihr anfangs halfen, die sie aber letztlich wegen der Nebenwirkungen wieder absetzen musste. Derzeit behilft sie sich nur noch selten mit Schmerzmitteln, wenn die Schmerzen besonders schlimm werden. Am meisten hilft ihr, wenn sie sich hinlegt und zu entspannen versucht. Dabei plagt sie allerdings oft ein schlechtes Gewissen, weil viele Arbeiten im Haushalt während dieser Zeit unerledigt bleiben.

Susanne Maurer berichtet, dass sie wegen ihrer Schmerzen viele andere, wichtige Dinge vernachlässigen muss. Die zahlreichen Termine bei Ärzten und Therapeuten nehmen inzwischen einen großen Raum in ihrem Leben ein. Sie vermisst einen geregelten Tagesablauf, wie sie ihn noch aus schmerzfreien Zeiten kennt und leidet auch nervlich unter der aktuellen Situation.

Seit ein Heilpraktiker ihrem Partner einige Tipps zum Massieren gab, genießt sie die schmerzlindernde Wirkung seiner Massagen sehr. In schlechten, schmerzreichen Zeiten findet sie immer wieder Rückhalt durch ihn und ihre Familie.

Das Interview wurde im Sommer 2009 geführt.

 

Alle Interviewausschnitte von Susanne Maurer

Susanne Maurer nahm durch die Medikamente stark zu und fand es schwierig, das Gewicht wieder zu verlieren.

Susanne Maurer findet, dass das Tilidin etwas besser hilft, seit sie es nur noch gelegentlich nimmt.

Susanne Maurer hofft, dass die Schmerzen irgendwann besser werden, sie möchte gerne mal wieder in die Berge fahren.

Für Susanne Maurer war das Behandlungsprogramm in der Tagesklinik zu dicht.

Susanne Maurer fand die Belastungen als Straßenbahnfahrerin für ihren Rücken problematischer als die Arbeit auf dem Bau.

Susanne Maurers Geschwister haben für sie zusammengelegt, um eine kostenpflichtige Behandlung zu bezahlen.

Susanne Maurer fand die vielen Termine für die Krankengymnastik sehr belastend.

Susanne Maurer wurde gesagt, auf den Bildern sei nichts zu sehen, ein anderer Arzt bestärkte sie jedoch darin, sich nichts einreden zu lassen.

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