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Portrait

Die Erfahrungen von Rita Lorenz

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Rita Lorenz ist 74 Jahre alt, verwitwet, hat zwei Kinder und drei Enkel. Vor ihrer Berentung arbeitete sie als Krankengymnastin. 2003 begannen ihre Schmerzen in der Hüfte, kurze Zeit später auch im Knie. In den letzten Jahren wurde zuerst die Hüfte, dann das Knie durch Prothesen ersetzt. Trotz der Schmerzen lebt Rita Lorenz ein sehr aktives Leben.

Die Schmerzen begannen bei Rita Lorenz damit, dass eine Hüfte nach längerer Belastung weh tat. Allmählich nahmen die Schmerzen immer mehr zu. Als auch eine Bewegungseinschränkung dazukam, mußte Rita Lorenz nach ein bis zwei Jahren alle sportlichen Tätigkeiten einstellen. Bis dahin war sie sportlich sehr aktiv, spielte Tennis und Volleyball und ging Skifahren.

Da ihr Vater sehr starke Hüftarthrosen hatte, wußte sie, woher die Schmerzen kamen und dass diese durch eine Operation zu behandeln sind. Ihr Vater hatte sich jahrelang ohne Operation damit herumgequält, und deshalb war es für sie klar, dass sie sich lieber operieren lassen wollte. Der Zeitpunkt für die Operation war für sie gekommen, als die Schmerzen auch nachts auftraten.

2007 wurde ihr ein neues Hüftgelenk eingesetzt. Die Operation verlief gut, allerdings fing kurze Zeit später das andere Knie an zu schmerzen. Die Probleme mit der Hüfte hatte Rita Lorenz leicht akzeptieren können, die Beschwerden am Knie irritierten sie jedoch mehr, da sie sich deren Ursache nicht erklären konnte. Ein Orthopäde stellte eine Nekrose am Knochen fest und riet zu einer Operation.

So wurde dann 2009 ein neues Kniegelenk eingesetzt. Die Operation verlief ebenfalls gut, allerdings spürt Rita Lorenz dort deutlich mehr Beschwerden als in der operierten Hüfte. Für diesen Winter ist nun die zweite Hüftoperation geplant, da die andere Hüfte ebenso abgenutzt ist.

Rita Lorenz hat verschiedene Behandlungen ausprobiert, um mit den Schmerzen umzugehen und die Hüftoperationen etwas herauszuzögern. Massagen, Osteopathie und Krankengymnastik brachten kurzzeitige Erleichterung, halfen aber längerfristig nicht.

Rita Lorenz ist sehr froh, dass sie keinen Dauerschmerz hat, sondern einen Bewegungsschmerz, der nachläßt, sobald sie sich in Ruhe hinsetzen kann. Sie nimmt keine Schmerzmittel; wenn sie allerdings auf Reisen ist, greift sie wegen der höheren Belastungen vorübergehend zu Diclofenac.

Wichtig ist Rita Lorenz, die Hüftschmerzen nicht ihr Leben bestimmen zu lassen. Deshalb geht sie jede Woche wandern oder ins Fitneßstudio, auch wenn sie hinterher manchmal Schmerzen hat. Sie möchte so lange wie möglich selbst über ihre Aktivitäten bestimmen. Aus ihrer Erfahrung ist es wichtig, das Leben an die Einschränkung anzupassen und diese anzunehmen.

Das Interview wurde im Sommer 2010 geführt

 

Alle Interviewausschnitte von Rita Lorenz

Für Rita Lorenz ist die anstehende Hüftoperation eine Notwendigkeit, die sie eingesehen hat.

Rita Lorenz erzählt, wie ihre Krankengymnastin die Ursachen ihrer Knieschmerzen fand und behandelte.

Rita Lorenz erzählt von einer nutzlosen Therapie, für die sie viel Geld umsonst ausgegeben hatte.

Rita Lorenz berichtet, wie sie in zwei verschiedenen Rehakliniken sehr unterschiedlich gut behandelt wurde.

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