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Portrait

Die Erfahrungen von Maria Schmitz

Maria Schmitz ist 48 Jahre alt, verheiratet und hat eine erwachsene Tochter. Seit ihrer Jugend leidet sie unter Migränekopfschmerzen, auf die sie sich in letzter Zeit mit einer veränderten Lebensführung recht gut einstellen konnte.

Die Kopfschmerzen begannen schon in der Schulzeit schleichend und zeigten bald eine deutliche Abhängigkeit vom Monatszyklus. Auch beide Eltern litten an Kopfschmerzen. Maria Schmitz erzählt, dass sie entsprechend früh lernen musste, mit Kopfschmerzen zu leben und auszukommen.

Während der Lernphasen im Studium wurden die Schmerzen zum Problem. Maria Schmitz nahm große Mengen an Schmerzmitteln, um ihren Verpflichtungen in Alltag und später im Beruf nachkommen zu können.

In den letzten Jahren nahmen der berufliche Stress und die familiäre Belastung durch Pflegebedürftigkeit und Tod ihrer Eltern weiter zu. Maria Schmitz konnte nicht mehr schlafen, war ständig müde und fühlte sich ausgebrannt. Die Kopfschmerzen steigerten sich, bis sie nicht mehr weiter konnte und vom Arzt für acht Wochen krankgeschrieben wurde.

Sie begann mit einer Psychotherapie und intensiver krankengymnastischer Behandlung. Auf Anraten ihres Arztes reduzierte sie ihre Stelle auf fünfzig Prozent und übernahm keine Überstunden und Nachdienste mehr. Damit ging es ihr langsam besser und sie konnte vor allem wieder schlafen. Sie erzählt, wie sich die Besserung nur in einem langen Prozess einstellte, der bis in die Gegenwart andauert. Entscheidend ist, dass sie durch die Stellenreduktion mehr Freizeit hat, so dass sie sich nach einem Dienst besser erholen kann.

Die größte Kunst ist es für Maria Schmitz, rechtzeitig zu erkennen, wann sie mit einer Aktivität aufhören und sich schonen muss. Sie hat gelernt, an ihrem Arbeitsplatz weniger perfektionistisch zu sein, aber auch positive Aktivitäten besser zu dosieren. Dazu gehört auch, ihren Lebensrhythmus und die Medikamenteneinnahme besser an ihre Bedürfnisse anzupassen. Sie musste lernen, zu sich und zu anderen nein zu sagen, was ihr auch jetzt manchmal noch schwer fällt.

Akute Migräneattacken bekommt Maria Schmitz inzwischen nach langem Ausprobieren zu fast 70% medikamentös über die Einnahme von wechselnden Triptanen oder prophylaktisch vor der Monatsblutung mit nicht-steroiden Antirheumatika in den Griff. Ihre beste Entspannung sind leichte Aktivitäten wie Gartenarbeit, für die sie sich im Alltag mehr Zeit zu nehmen bemüht. Ihr Mann und ihre Tochter unterstützen sie bei der Bewältigung der Schmerzen sehr und genießen die guten Tage mit ihr umso mehr.

Das Interview wurde im Sommer 2009 geführt.

 

Alle Interviewausschnitte von Maria Schmitz

Maria Schmitz hat die Erfahrung gemacht, dass ihr bei nicht allzu starken Schmerzen gemäßigte Bewegung gut tut.

Maria Schmitz weiß inzwischen, wie sie die Einnahme von Medikamenten bei Migräneattacken am besten plant.

Maria Schmitz bemüht sich, ihre Zeit besser einzuteilen.

Maria Schmitz Mann unterstützt sie, indem er auf sie aufpasst und sie auch mal stoppt.

Für Maria Schmitz ist die Bewegung bei der Gartenarbeit die beste Entspannung.

Maria Schmitz hält dazu an, den Schmerz akzeptieren zu lernen, nicht aufzugeben, nicht zu verzweifeln und sich selbst kennen zu lernen.

Maria Schmitz schildert den Migräneschmerz und vergleicht die Attacken mit einem Anfallsleiden.

Maria Schmitz fand es bei ihrer Behandlung besonders hilfreich, dass verschiedene Ärzte zusammen gearbeitet haben.

Maria Schmitz macht regelmäßig zuhause Sport auf einem Trainingsgerät.

Maria Schmitz' Familie leidet mit, wenn die Migräne schlimm ist.

Maria Schmitz lernte in der Psychotherapie, nein zu sagen.

Maria Schmitz probierte vieles aus, bis sie schließlich eine gute Kombination fand.

Maria Schmitz erzählt, wie sie nach einer Krankheitsphase lernte, ihren Beruf anders aufzufassen.

Maria Schmitz erzählt, wie sie sich seit einiger Zeit auf ein sehr einfaches Schmerztagebuch beschränkt, um nicht immer damit beschäftigt zu sein.

Maria Schmitz war mit Antidepressiva, Antiepileptika und Betablockern zur Vorbeugung so todmüde, dass der Alltag nicht mehr zu bewältigen war.

Maria Schmitz erzählt, dass man bei den Triptanen je nach Schmerzart ausprobieren kann, welches gerade hilft

Maria Schmitz nimmt je nach Bedarf bestimmte Präparate, Nasenspray oder Tabletten und achtet darauf, die Gesamtdosis nicht zu überschreiten.

Maria Schmitz hat das Gefühl, dass die Schmerzerfahrung auch eine Bereicherung ist.

Maria Schmitz hatte das Gefühl, dass die Therapeutin nicht tief genug nachfragte.

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