Sie sind hier: Startseite / Erfahrungsbereiche / Chronischer Schmerz / Personen / Klaus Fischer

Die Erfahrungen von Klaus Fischer

Portrait Klaus Fischer ist 54 Jahre alt, verheiratet und hat vor seiner Berentung in einem technischen Beruf gearbeitet. Rückenschmerzen kennt er schon seit seiner Jugend. Durch eine sportliche Überforderung und durch seinen Beruf, in dem er viele Arbeiten in gebückter oder hockender Haltung ausführen musste, wurde sein Rücken belastet.

Vor etwa 8 Jahren erlebte er erstmals einen Bandscheibenvorfall mit Lähmungserscheinungen und Gefühlsstörungen, die dazu führten, dass er längere Zeit nicht mehr laufen konnte. Eine Operation mit anschließender Rehamaßnahme brachte eine Besserung, die etwa eineinhalb Jahre anhielt. Nach einem zweiten Bandscheibenvorfall konnte ihm die Operation jedoch nicht helfen, da der Nerv durch Narbengewebe eingemauert wurde. Eine weitere Operation und lokale Infiltrationen wirkten jeweils nur kurzfristig, bei Medikamenten erfolgte nach kurzer Zeit eine Gewöhnung. Schließlich war er von den Schmerzen sehr gequält. Da er zusätzlich auch noch weitere Gelenkbeschwerden hatte, erhielt er eine Erwerbsunfähigkeitsrente.

Eine deutliche Verbesserung – Klaus Fischer spricht von 70 % - brachte dann die Implantation eines Rückenmarksstimulators, der zunächst erprobt und dann genau auf seine Bedürfnisse programmiert werden konnte. Damit stellte sich eine neue Lebensqualität ein. Bei leichten Schmerzen braucht er das Gerät nicht, erst bei mittelschweren Schmerzen setzt er für ca. 20 Minuten einen Impuls und spürt dann eine bleibende Erleichterung. Zur Zeit benötigt er das Gerät etwa alle zwei bis drei Wochen. An den Fremdkörper in seinem eigenen Körper hat er sich gewöhnt, er muß lediglich rasche Drehbewegungen vermeiden. Er empfindet es als große Befreiung, sich selbst helfen und die Intensität allein regulieren zu können. Alte Lieblingstätigkeiten wie Gartenarbeit und Wandern konnte er endlich wieder aufnehmen, hat aber bei allen Aktivitäten eine Stufe runtergeschaltet. Er freut sich, dass er sich durch die Berentung für alle Tätigkeiten genug Zeit nehmen kann und ist ruhiger und gelassener geworden.

Klaus Fischer findet es sehr wichtig und rät allen, sich helfen zu lassen. So konnte er viel Unterstützung und Verständnis erfahren, vor allem durch seine Frau, aber auch im Freundeskreis und früher durch seine Kollegen. Auch seine Fähigkeit, selbst in schwierigen Situationen noch zu spaßen, ist ihm sehr hilfreich, ebenso wie die vertrauensvollen Beziehungen zu seinen Ärzten.

Das Interview wurde im Frühjahr 2009 geführt.

 

Alle Interviewausschnitte von Klaus Fischer

Für Klaus Fischer war die Implantation des Rückenmarkstimulators der letzte Strohhalm.

Klaus Fischer brauchte keine eigenen Informationsquellen, weil er in der behandelnden Uniklinik aufgeklärt und mit Material versorgt wurde.

Klaus Fischer erzählt, dass die Opioide ihm nur ungern verschrieben wurden, die Ärzte aber keine andere Wahl sahen.

Klaus Fischer erzählt, dass es etwas komisch ist, wenn die Kabel noch nicht "unter Putz" sind.

Klaus Fischer erzählt von der kurzfristigen Wirkung der Nerveninfiltrationen.

Klaus Fischer erzählt, wie die Ärzte bei ihm das Gerät individuell programmiert haben.

Klaus Fischer erzählt, wie er das Gerät im Alltag nutzt.

Klaus Fischer fiel die Entscheidung für eine Operation immer leicht.

Klaus Fischer findet es wichtig, sich nicht zu scheuen, den Ärzten wirklich alles zu erzählen.

Klaus Fischer ging es nach der ersten Bandscheiben-OP sehr gut, der Erfolg hielt jedoch nur anderthalb Jahre an.

Klaus Fischer hält auch seine Frau dazu an, im Haushalt manchmal etwas stehen zu lassen.

Klaus Fischer kann durch die Berentung Belastungen besser vermeiden.

Klaus Fischer konnte vor der Implantation des Rückenmarksstimulators fast nichts mehr machen.

Klaus Fischer ließ sich viel Zeit, um die Opioiddosis zu reduzieren.

Klaus Fischer musste sofort operiert werden, um Nervenschädigungen zu vermeiden.

Klaus Fischer war eine gute Aufklärung über die Vor- und Nachteile eines Eingriffs immer wichtig zur Entscheidungsfindung.

Klaus Fischer wurde von den Kollegen bei schwereren Arbeiten unterstützt, arbeitete aber so lange, bis gar nichts mehr ging.

Klaus Fischers Frau ist mit ihm durch dick und dünn gegangen.

Artikelaktionen

Förderung dieses Moduls